Fußball Bundesliga
DFB startet Ermittlungen gegen Cottbuser Tremmel

Gegen den Torhüter von Energie Cottbus, Gerhard Tremmel, wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der DFB-Kontrollausschuss überprüft den Vorwurf eines unsportlichen Verhaltens.

Torhüter Gerhard Tremmel von Bundesligist Energie Cottbus steht im Fokus eines Ermittlungsverfahrens, dass der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eingeleitet hat. Der Torwart steht unter Verdacht, sich nach Beendigung des Bundesliga-Spiels zwischen Energie Cottbus und Hansa Rostock (2:1) am Samstag eines unsportlichen Verhaltens schuldig gemacht zu haben.

Wie der DFB mitteilte, zeigten die ausgewerteten TV-Aufzeichnungen, dass Tremmel nach Spielende auf dem Zaun vor dem Cottbuser Fanblock stehe und sich über ein Megaphon unsportlich gegenüber anderen Fußball-Vereinen äußert.

Tremmel soll sich abwertend über Konkurrenz-Klubs geäußert haben

Laut Medienberichten soll sich der 29 Jahre alte Keeper abwertend über die Konkurrenz-Klubs Hansa Rostock, Hertha BSC Berlin und Dynamo Dresden geäußert haben. Angesichts der anhaltenden Ausschreitungen im Fußball-Osten des Landes sowie der erhöhten Sicherheitsmaßnahmen, die der DFB und die Polizei extra vor dem Ost-Derby eingeleitet hatten, dürften die Aussagen des Keepers über Megaphon - sofern sie tatsächlich bewiesen werden können -, als besonderes Ärgernis eingestuft werden.

Tremmel entschuldigt sich

Tremmel selbst entschuldigte sich für seine Äußerungen: "Als ich auf dem Zaun stand, das Megaphon in der Hand, war ich - nach diesem sensationellen Spielverlauf - voller Adrenalin und völlig euphorisiert. Wer mich kennt, weiß, dass das in dieser Sekunde nicht der 'normale Gerry' war", sagte der Keeper und fügte an: "Dennoch ist es angebracht, an dieser Stelle ganz deutlich Entschuldigung zu sagen."

Der Schlussmann beteuerte, dass er die Konkurrenten nicht beleidigen wollte: "Mir liegt es fern, andere Vereine und Mannschaften zu diffamieren." Bereits in seiner Zeit bei Hertha BSC Berlin von 2004 bis 2006 habe er die Problematik unter den Ost-Klubs kennengelernt.

Der DFB-Kontrollausschuss hat Tremmel zu einer zeitnahen Stellungnahme aufgefordert. Nach Vorliegen und Auswertung der Stellungnahme wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden.

Auch Duisburgs Bodzek droht ein Nachspiel

Neben Tremmel ermittelt der Kontrollausschuss zudem gegen Adam Bodzek vom MSV Duisburg. Beim Spiel gegen den VfL Bochum (1:1) soll sich Bodzek krass sportwidrig gegenüber seinem Gegenspieler Anthar Yahia verhalten haben. Nach Auswertung der TV-Bilder wird Bodzek verdächtigt, Yahia in der 52. Spielminute bewusst mit der rechten Faust in den Magen geschlagen zu haben.

Schiedsrichter Markus Merk (Otterbach) hatte erklärt, diesen Vorgang nicht gesehen zu haben, weshalb der DFB-Kontrollausschuss nachträglich ermitteln konnte. Der Kontrollausschuss hat Bodzek zu einer zeitnahen Stellungnahme aufgefordert. Nach Vorliegen und Auswertung der Stellungnahme wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden.

© SID

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