Fußball Bundesliga
Die "Frischlinge" fordern den "Dino" heraus

Stolze 1 534 Spiele hat der HSV bereits in der Bundesliga absolviert. Aufsteiger Hoffenheim gerade einmal acht. Dennoch ist das heutige Aufeinandertreffen ein absolutes Topspiel.

"Frischling" gegen "Dino", kleinstes Bundesliga-Dorf gegen Millionen-Stadt - und doch das derzeit absolute Spitzenspiel im deutschen Fußball: Wenn Aufsteiger 1 899 Hoffenheim am Sonntag den Hamburger SV empfängt, ist es trotz verschiedener Welten die Partie des Sensationszweiten gegen den überraschenden Tabellenführer und der Kampf um Platz eins. Im Verfolger-Duell empfängt Borussia Dortmund die vor Spieltagsbeginn auf Rang vier liegende Hertha aus Berlin, der VfB Stuttgart will sich gegen den VfL Bochum für die 0:2-Pleite im Uefa-Cup beim FC Sevilla rehabilitieren und den Kontakt zur Spitze halten (alle Spiele 17.00 Uhr).

Jol: "Das ist eine hervorragende Mannschaft"

Während für Hoffenheim gerade mal acht Bundesliga-Spiele in der Chronik stehen, spielt der HSV als einziger Klub seit Bundesliga-Gründung und inzwischen 1 534 Spielen im Oberhaus. HSV-Trainer Martin Jol hat jedoch großen Respekt vor den Hoffenheimern. "Das ist eine hervorragende Mannschaft, die fast unschlagbar ist", sagte der Niederländer. Er hält es für "unglaublich", dass der Tabellenletzte Borussia Mönchengladbach im Vorjahr vor dem Verein von Mäzen Dietmar Hopp Zweitliga-Meister wurde.

Der HSV hatte zudem unter der Woche eine beschwerliche Uefa-Cup-Reise aus der Slowakei, Jol will aber keine Ausreden gelten lassen: "Manchmal entscheidet sich Müdigkeit auch im Kopf." Allerdings muss der Coach auf Thimothee Atouba, Nigel de Jong, Marcell Jansen und Thiago Neves verzichten, Hoffenheim bangt um den kranken Stürmer Demba Ba. Sejad Salihovic, beim 5:2 in Hannover nach seiner Einwechslung beim Stande von 1:2 Matchwinner, erklärte: "Wir können das alle richtig einschätzen. Die Tabelle ist nur eine Momentaufnahme. Dennoch wollen wir auch am Sonntag gewinnen."

BVB und VfB wollen "mehr"

Die Dortmunder Profis mussten nach dem Erstrunden-Aus gegen Udinese Calcio die Uefa-Cup-Spiele vor dem Fernseher verfolgen, gehen dadurch aber ausgeruht ins Duell gegen Hertha (1:1 gegen Sporting Lissabon). Trainer Jürgen Klopp ist jedenfalls wieder hoch motiviert. "Wir sind dabei, eine Mentalität zu entwickeln, die nach mehr schreit", sagte der Coach: "Wer am Sonntag 'mehr' schreit, hat die Chance, auch mehr zu bekommen."

Mehr will auch der bisher punktgleiche VfB aus Stuttgart. Mit einem Sieg gegen Kellerkind Bochum könnte der Meister von 2007 entspannter zum Spitzenspiel am Mittwoch nach Hamburg fahren. "Wir stehen unter dem Druck, gewinnen zu müssen", meinte Trainer Armin Veh nach dem ernüchternden 0:2 in Sevilla: "Wenn wir Profis sind und in der Liga oben dabei bleiben wollen, dann müssen wir das wegstecken. Da zeigt sich die Klasse der Mannschaft."

© SID

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