Fußball Bundesliga
Diego mit "Juve" klar - Allofs bestätigt Gespräche

Werder Bremens Diego hat seinen Abgang in Richtung Turin angekündigt. Werder-Vorstandschef Klaus Allofs bestätigte am Donnerstag "intensive Gespräche" mit Turin.

Verwunderung in Turin, Verärgerung in München und Irritationen in Bremen: Nach dem Ende des Verwirrspiels um Mittelfeldstar Diego waren zumindest zwischen den beteiligten Vereinen die Fronten geklärt. "Nach einem Telefonat mit Klaus Allofs war klar, dass sich Werder Bremen mit Juventus Turin einig ist. Damit ist die Sache für uns erledigt", sagte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge nach dem Ausstieg der Münchner aus dem Tauziehen um den brasilianischen Spielmacher der Hanseaten.

Während das Gebaren des Spielers und seiner Berater in den vergangenen Tagen für reichlich Kopfschütteln sorgte, konnten offenbar erst direkte Gespräche zwischen den drei Klubs die schon peinliche Posse beenden. Selbst wenn die Entscheidung offiziell auch am Donnerstag noch nicht verkündet wurde, hatte man sich hinter den Kulissen nach zähem Ringen geeinigt. So wird möglicherweise schon am Freitag das Schweigen auch von offizieller Seite gebrochen und der Deal zwischen Werder und Juve als perfekt vermeldet.

Die Rede ist von 24,5 Mill. Euro Ablöse

"Wir haben intensive Gespräche mit Turin betrieben. Aber erst wenn es hundertprozentig klar ist, werden wir die Entscheidung bekannt geben. Wir sind da nicht unter Druck", sagte Allofs am Donnerstagmittag und wiegelte alle weiteren Fragen zu dem bevorstehenden Transfer ab. Die Rede ist von 24,5 Mill. Euro Ablöse für die Norddeutschen sowie einem Fünf-Jahres-Vertrag für Diego mit einem jährlichen Nettogehalt von vier Mill. Euro.

Für die gestörten Befindlichkeiten hatten zuvor allerdings Diegos Vater und Manager Djair da Cunha und der Schweizer Spielerberater Giacomo Petralito, der für die Italiener verhandelt, gesorgt. Parallele Gespräche mit den Bayern - möglicherweise nur um den Preis noch einmal hochzutreiben - machten aus den ohnehin schon schwierigen Verhandlungen ein vermeintliches Pokerspiel. Als "irritierend" und offenbar wenig seriös empfand Rummenigge das Verhalten der anderen Seite.

Diegos Vater bestreitet Kontakte zu Bayern

Diegos Vater bestreitet hingegen Kontakte mit dem deutschen Rekordmeister. "Ich habe mit keinem Bayern-Verantwortlichen verhandelt. Ich habe nur mit Juventus Turin gesprochen", sagte da Cunha der Münchner tz. Jetzt müssten sich nur noch Werder und Turin über die Ablöse einig werden. Von dieser Summe erhalte die Diego-Seite 15 Prozent - also vermutlich noch einmal 3,7 Mill. Euro -, bestätigte der Vater.

Allofs erklärte, dass Werder nie ein Angebot der Bayern erhalten habe: "Wenn andere Klubs ein Interesse an Diego haben, müssen sie sich melden", so der Bremer Vorstandschef. Diego selbst deutete in der Syker Kreiszeitung an, längst einen Vorvertrag mit Juventus zu haben. Ein Papier "mit offiziellem Juventus-Zeichen" habe er jedoch noch nicht unterschrieben. Das könne er erst tun, "wenn die Verträge zwischen den Klubs unterzeichnet sind".

© SID

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