Fußball Bundesliga
Dieter Hoeneß: "Nichts zu beschönigen"

Bundesligist VfL Wolfsburg wartet noch immer auf den ersten Punktgewinn. Im Interview spricht Geschäftsführer Dieter Hoeneßüber die großen Investitionen und die mentale Stärke.

Kein Sieg, kein Punkt - beim VfL Wolfsburg hängt nach drei Spielen ohne Punktgewinn der Haussegen schief. Im Interview mit Geschäftsführer Dieter Hoeneß geht der 57-Jährige bei den VfL-Profis auf Ursachenforschung, "der eine oder andere Spieler ist offenbar dem Erwartungsdruck nicht gewachsen", so Hoeneß. Nun muss der Verein, der im Sommer viel investiert hat und bei dem längst kritische Töne angeschlagen wurden, einen Gang zulegen.

Frage: "Dieter Hoeneß, nach drei Saisonspielen wartet der VfL Wolfsburg weiterhin auf den ersten Punktgewinn. Wir sehen Sie die Situation nach dem 0:2 in Dortmund?"

Dieter Hoeneß: "Es ist eine kritische Situation. Doch manchmal ist es besser, die Krise am Saisonanfang zu haben, dann hat man noch genügend Zeit, das zu klären. Nach drei Spielen ohne Punkt gibt es aber auch nichts zu beschönigen."

Frage: "Wie bewerten Sie den Auftritt Ihrer Mannschaft in Dortmund?

Hoeneß: "Ich habe zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. In der ersten Hälfte haben wir so gespielt, wie man auswärts auftreten muss. Aber wir dürfen nach dem 0:1 nicht den Kopf verlieren. In München haben wir eine gute zweite Halbzeit, gegen Mainz eine gute erste Halbzeit gespielt. Heute war es wieder die erste Hälfte."

Frage: "Wo liegen die Gründe in einer mit viel Geld verstärkten qualitativ guten Mannschaft?"

Hoeneß: "Wir haben viel investiert. Der eine oder andere Spieler ist offenbar dem Erwartungsdruck nicht gewachsen. Viele Spieler agieren weit unter ihren Möglichkeiten. Es gibt Handlungsweisen einiger Spieler, die wir so nicht kennen. Wobei es keinen Sinn machen würde, Einzelne zu nennen."

Frage: "Das lässt weniger physische als mentale Probleme vermuten..."

Hoeneß: "Es ist schwer, so unmittelbar nach dem Spiel eine Analyse abzugeben. Wir werden das bei allem Druck von außen in der nächsten Woche aufarbeiten und sehen, dass jeder Spieler mental stärker wird."

Frage: "Der ganze Frust über die Situation entlud sich offenbar in einem rüden Tritt ihres Neuzugangs Diego gegen Sebastian Kehl. Alle sind sich einig: Er hätte die Rote Karte sehen müssen..."

Hoeneß: "Jeder, der Sebastian Kehl kennt, weiß, dass er gerne auch provoziert und übertreibt. Das war alles halb so wild."

© SID

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