Fußball Bundesliga
Dieter Hoeneß schließt Rücktritt aus

Nach den jüngsten Querelen hat Hertha-Manager Dieter Hoeneß seinen Rücktritt abermals ausgeschlossen. Stürmer-Star Woronin bereitet dagegen seine Rückkehr zum FC Liverpool vor.

Manager Dieter Hoeneß will kämpfen, Top-Stürmer Andrej Woronin steht vor dem Absprung: Bundesligist Hertha BSC Berlin stehen weiter hektische Zeiten ins Haus. Vor dem Heimspiel gegen Werder Bremen am Sonntag (17.00 Uhr/live bei Premiere) kommt der Hauptstadt-Klub nicht zur Ruhe.

"Dass ich zurücktrete, ist ausgeschlossen. Was ich anfange, führe ich auch zu Ende. So bin ich erzogen worden", sagte Hoeneß der BZ nach den jüngsten Querelen um ein internes Schreiben, das am Donnerstag an die Öffentlichkeit gelangt war.

Ominöser Brief sorgt für Unruhe

In dem Brief an das Präsidium hatte die Geschäftsführung kritisiert, dass Hoeneß vom Präsidium angegriffen und diffamiert worden sei. Hintergrund war ein Zeitungsartikel vom 4. April, in dem Hoeneß nachgesagt wurde, er wolle Trainer Lucien Favre den Erfolg streitig machen. Mehrmals wurde dort ein anonymes Präsidiumsmitglied zitiert.

Hoeneß bekräftigte am Freitag, dass der Brief auf keinen Fall von Seiten der Geschäftsführung an die Medien gelangt sei. "Wer den Brief an die Öffentlichkeit gebracht hat, kann nicht im Sinne des Vereins gehandelt haben", sagte der 56-Jährige.

Derweil mahnte Aufsichtsrats-Boss Bernd Schiphorst zu Geschlossenheit: "Dass jemand den Brief an die Öffentlichkeit gibt, können wir überhaupt nicht gebrauchen. Das ist ärgerlich. Ich hoffe, dass die Sache jetzt ausgestanden ist. Alle müssen die Angelegenheit zu den Akten legen", sagte Schiphorst der Bild.

Woronin wohl zurück nach Liverpool

Nicht mehr lange Herthaner bleibt wohl Stürmer Andrej Woronin. Angesprochen auf Gerüchte, wonach der FC Liverpool bereits ein neues Haus für seinen "Leihstürmer" suche, sagte 29-Jährige am Freitag. "Ja, ich packe jetzt schon meine Sachen. In Berlin hat sich in Sachen Vertrag nicht viel bewegt. Wahrscheinlich will Liverpool mich zurückholen." Der Ukrainer hat beim englischen Rekordmeister noch einen Vertrag bis 2011.

Hoeneß, der für einen Kauf von Woronin rund vier Mill. Euro Ablösesumme und ein Jahresgehalt in ähnlicher Höhe zahlen müsste, blieb zurückhaltend: "Wir können zum jetzigen Zeitpunkt keine Entscheidung treffen." Weiter gilt: Nur wenn Hertha die Champions League erreicht, kann Woronin gehalten werden.

© SID

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