Fußball Bundesliga
Doll empfängt Ex-Klub HSV, Derby in Duisburg

Die Bundesliga startet heute mit vier Partien in den siebten Spieltag. Dabei trifft der Hamburger SV in Dortmund auf seinen Ex-Trainer Thomas Doll. In Duisburg kommt es zum Derby zwischen dem MSV und Schalke 04.

In der Bundesliga wird heute der siebte Spieltag mit vier Partien eingeläutet. Während der Hamburger SV bei Borussia Dortmund und seinem Ex-Coach Thomas Doll antreten muss, empfängt die zurzeit stark aufspielende Mannschaft von Hertha BSC Berlin Aufsteiger Hansa Rostock. In Duisburg kommt es zum Revierderby zwischen Aufsteiger MSV und Vizemeister Schalke 04. Werder Bremen hofft derweil beim VfL Wolfsburg auf eine weitere Gala seines brasilianischen Spielmachers Diego.

Die Hertha will, wie schon nach dem 3:2 gegen Borussia Dortmund am vergangenen Samstag, erneut eine Nacht auf dem ersten Tabellenplatz verbringen. Dafür muss das Team des zuletzt hochgelobten Trainers Lucien Favre das Derby gegen Aufsteiger Hansa Rostock (20.00 Uhr) gewinnen. "Es wäre gut, Tabellenführer zu sein, aber es ist wird eng werden. Wir müssen eine Topleistung und 100 Prozent bringen", sagte Favre.

"Schwieriger als gegen Dortmund"

Im Fußball-Oberhaus sind die Berliner vor eigenem Publikum gegen das Team von der Ostsee noch ungeschlagen. Allerdings dämpfte Manager Dieter Hoeneß die Erwartungen: "Gegen Rostock wird es schwieriger als gegen Dortmund werden, denn die Erwartungshaltung ist eine ganz andere."

Rostock, das in der Bundesliga auswärts zuletzt am 5. März 2005 (1:0 bei Hannover 96) punktete, hat durch den ersten Saisonsieg (2:0 gegen den MSV Duisburg) Selbstbewusstsein getankt. Trainer Frank Pagelsdorf will seine Startelf nicht verändern, bangt aber um den Einsatz von Stürmer Victor Agali, der an Adduktorenbeschwerden laboriert.

Schalke 04 will derweil neben den Bayern das einzige noch ungeschlagene Team der Saison bleiben. "Das sagt schon einiges über unsere Qualität. Jetzt müssen wir beim MSV einen 'Dreier' nachlegen", meinte Mittelfeldspieler Zlatan Bajramovic. Für die Gäste spricht auch die Statistik. Die letzte Niederlage der "Knappen" bei den "Zebras" liegt über zehn Jahre zurück. Zudem verloren die Gastgeber vier der letzten fünf Spiele. MSV-Flügelspieler Tobias Willi forderte deshalb, dass das Team von Trainer Rudi Bommer nun die "Arschbacken zusammenkneifen und Gas geben" müsse.

Van der Vaart fordert Sieg beim BVB

Ein mit Spannung erwartetes Wiedersehen gibt es unterdessen beim Duell Borussia Dortmund gegen den Hamburger SV. Dort treffen die Gäste erstmals auf ihren Ex-Coach Thomas Doll. "Ich freue mich auf Doll, aber für uns kann es nur darum gehen, Dortmund zu schlagen", erklärte HSV-Spielmacher Rafael van der Vaart.

Trotz des Erfolgs gegen den 1. FC Nürnberg (1:0) am vergangenen Samstag wurde im Umfeld der Hansestädter zuletzt Kritik an der angeblich zu defensiven Spielweise von Trainer Huub Stevens laut. In sechs Partien holte das Team des Niederländers zwar zehn Punkte, erzielte aber "nur" sechs Tore. "Fußball ist ein ergebnisorientierter Sport. Wer Zaubertricks sehen will, soll in den Zirkus gehen", sagte HSV-Torhüter Frank Rost zum neuen Hamburger Minimalismus.

Borussen-Trainer Doll wehrte sich vor der Partie erneut gegen die Torwartdiskussion. Stammkeeper Roman Weidenfeller stand bei allen zehn Gegentoren und den drei Saisonniederlagen im BVB-Kasten, während der BVB mit Ersatzmann Marc Ziegler dreimal zu Null siegte. "Das ist Quatsch und Unfug. Roman ist die Nummer eins und wird es auch bleiben", meinte Doll.

Bei Bremen dreht sich dagegen wieder einmal alles um den Brasilianer Diego. Der Spielmacher verzauberte nach seiner Vertragsverlängerung bis 2011 beim 4:1-Sieg gegen Meister VfB Stuttgart die Fans und soll auch beim VfL Wolfsburg das durch zehn Ausfälle arg gebeutelte Team von Trainer Thomas Schaaf zum vierten Sieg aus den letzten fünf Ligaspielen führen. Wolfsburgs Coach Felix Magath, dessen Team zu Hause seit fünf Monaten sieglos ist, will dies verhindern und erwägt entgegen seiner sonstigen Taktik, Diego eine Sonderbewachung zukommen zu lassen.

Werder Trainer Schaaf forderte dagegen einen "Dreier" in der Autostadt: "Wir müssen an der Spitze dran bleiben. Auch um unsere eigene Ansprüche zu erfüllen."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%