Fußball Bundesliga
Dortmund schießt Bayer ins Tal der Tränen

Bayer Leverkusen hat nach der 1:4-Pleite im Uefa-Pokal gegen St. Petersburg den nächsten Rückschlag hinnehmen müssen und verlor trotz Führung noch 1:2 (1:0) bei Borussia Dortmund.

Nach dem Uefa-Cup-Debakel ist Bayer Leverkusen durch einen Last-Minute-Schock in der Bundesliga noch tiefer in die Krise gestürzt. Nach zwei Liga-Niederlagen und der 1:4-Abfuhr gegen Zenit St. Petersburg verschenkte Bayer bei Borussia Dortmund in der Schlussphase eine 1:0-Führung und verlor noch mit 1:2 (0:0). Alexander Frei (87.) und Dede (90.) schafften für den BVB noch die späte und vielumjubelte Wende, die Fans hatten ihre Mannschaft zuvor bereits ausgepfiffen. Für Dortmund war es der erste Sieg nach zuvor fünf Spielen ohne "Dreier".

Frei erzielte sein erstes Bundesliga-Tor seit elf Monaten, zuvor hatte Stefan Kießling einen Blackout des BVB-Torhüters Marc Ziegler zum 0:1 (51.) genutzt. Ziegler hatte nach einer Rückgabe von Siegtorschütze Dede völlig unbedrängt über den Ball getreten, der Leverkusener brauchte nur noch einzuschieben.

Nahezu kampflos, emotionslos und torlos verlief die erste Halbzeit, in der die Borussia zwar größere Spielanteile besaß, jedoch spielerisch zu viele Mängel offenbarte, um die nach dem Debakel gegen St. Petersburg sichtlich verunsicherten Leverkusener vor Probleme zu stellen. Zwar mit spielerisch erfolgversprechenden Ansätzen, brachten sich die Gastgeber mit allzu schlampigem Passspiel selbst um die möglichen Früchte.

So blieb es bis zur Halbzeitpause bei zwei Distanzschüssen von Nelson Valdez sowie Mladen Petric, die jedoch Bayer-Torhüter Rene Adler ohne Probleme parierte. Von den Gästen war zunächst nichts zu sehen. Die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe befand sich offensichtlich noch in der Phase der Selbstfindung nach dem bitteren Uefa-Cup-Rückschlag, ehe Kießling Dortmunds Torhüter Ziegler mit dem ersten Torschuss in der 50. Minute prüfte.

Erst nach dem Torgeschenk von Ziegler kam Leverkusen besser ins Spiel, weil Dortmund auf den Ausgleich drängte und sich somit Räume zum Kontern öffneten. Dennoch enttäuschte Leverkusen auf der ganzen Linie, aber auch Dortmund blieb seinen Fans erneut vieles schuldig. Pech hatte allerdings die Borussia, als der eingewechselte Schweizer Alexander Frei in der 78. Minute mit einem Freistoß nur den Pfosten des Leverkusener Gehäuses traf.

© SID

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