Fußball Bundesliga
Duisburg dämpft Dortmunder Träume

Der MSV Duisburg sorgte für die Überraschung des ersten Bundesliga-Spieltages. Im Revier-Derby bei Borussia Dortmund schossen Manasseh Ishiaku (2) und Mihai Tararche die "Zebras" durch ein 3:1 (1:0)-Erfolg.

Mit dem ersten Sieg seit 35 Jahren bei Borussia Dortmund hat der MSV Duisburg ein spektakuläres Comeback in der Bundesliga gefeiert und den mit großen Ambitionen gestarteten Westrivalen im eigenen Stadion bis auf die Knochen blamiert. In einer über weite Strecken niveaulosen und hektischen Partie siegten die "Zebras" mit 3:1 (1:0) und hatten in Manasseh Ishiaku ihren überragenden Akteur. Der Nigerianer legte mit seinen Treffern in der 8. und 64. Minute den Grundstein zum Überraschungserfolg des MSV. Darüber hinaus war Mihai Tararache (62.) mit einem verwandelten Foulelfmeter für die Gäste erfolgreich. Dem BVB gelang nur noch der Anschlusstreffer durch Florian Kringe (86.).

Dortmunds Trainer Thomas Doll war anschließend stocksauer. "Mit dem Fußball, den wir heute gezeigt haben, können wir sicher kein Publikum gewinnen", schimpfte der Coach und vermisste die Einstellung bei seinen Spielern: "Das sah bei uns aus wie ein Vorbereitungsspiel. Aber jetzt sind wir in der Liga angekommen." Sein Gegenüber Rudi Bommer blieb nach seiner gelungenen Premiere als Erstliga-Trainer gelassen. "Streckenweise war ich sehr zufrieden", sagte der Coach: "Aber wir haben noch nichts zu feiern. Das war der erste Spieltag, und wir haben nur drei Punkte."

BVB ohne Torgefährlichkeit

Während die mitgereisten MSV-Fans den Aufsteiger euphorisch feierten, herrschte bei der Borussia Ernüchterung. 75 700 enttäuschte Zuschauer sahen die mit insgesamt sieben Mill. Euro personell verstärkte Borussia bereits in der ersten Halbzeit ohne Struktur und mit zahlreichen spielerischen Schwächen.

In Abwesenheit des verletzten Torjägers Alexander Frei ließen die Gastgeber jegliche Torgefährlichkeit vermissen, weil die Gäste den Spielaufbau der Mannschaft von Trainer Thomas Doll mit physischem Spiel und zahlreichen Fouls bereits im Mittelfeld unterbanden. Dass Ishiaku nach einem Freistoß von Ivica Grlic unter Mithilfe des Dortmunders Robert Kovac schon früh das 1:0 gelang, verunsicherte die Borussen sichtbar. So blieb es bei zwei Dortmunder Chancen bis zur Halbzeit durch zwei Freistöße des kroatischen Neuzugangs Mladen Petric, der zudem mit einem Lattenschuss (23.) Pech hatte.

Tararache verwandelt sicher

Der 26-Jährige vergab die erste herausgespielte Chance der Dortmunder in der 58. Minute, bevor auf der Gegenseite Tararache einen Elfmeter nach Foul des wenige Minuten zuvor eingewechselten Dortmunders Delron Buckley an Christian Tiffert sicher verwandelte. Der BVB versuchte zwar, in der zweiten Halbzeit mit der Brechstange zum Erfolg zu kommen, fand jedoch keine Mittel gegen die disziplinierte und gut organisierte Abwehr der "Zebras". Als Ishiaku einen schulmäßigen Konter der Duisburger zum 3:0 abschloss, hallten die ersten Pfiffe der BVB-Anhänger durch das Stadion.

© SID

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