Fußball Bundesliga
Duisburg im Derby unter Druck

Die Aufstiegseuphorie in Duisburg ist verflogen, der MSV auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Im "kleinen Revierderby" gegen den VfL Bochum zum Auftakt des 13. Spieltags wollen die "Zebras" heute die Wende einleiten.

Der 13. Spieltag der Bundesliga beginnt heute mit Abstiegskampf pur: Aufsteiger MSV Duisburg steht vor dem richtungsweisenden "kleinen" Revierderby (20.30 Uhr/live bei Premiere) gegen den VfL Bochum gewaltig unter Druck und will mit einem "Dreier" die Wende in einer bisher enttäuschenden Saison einleiten.

"Uns steht das Wasser bis zum Hals. Wir müssen unbedingt gewinnen", sagte Trainer Rudi Bommer, der seine verunsicherte Mannschaft seit Mittwoch im Trainingslager in der Sportschule Kaiserau versammelt hat. "So können wir uns noch konzentrierter auf das wichtige Spiel vorbereiten", begründete der 50-Jährige seine kurzfristige Maßnahme.

Filipescu ersetzt Schlicke in Duisburgs Viererkette

Fünf ihrer sechs Spiele in der MSV-Arena haben die "Zebras" verloren und stellen mit gerade sechs erzielten Heimtoren die schwächste Mannschaft der 18 Erstligisten. Gegen den VfL muss Bommer zudem auf den gesperrten Björn Schlicke verzichten, für ihn rückt Iulian Filipescu nach überstandenem Muskelfaserriss im Oberschenkel wieder in die Innenverteidigung.

Der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig Ailton wird wohl zunächst wieder auf der Bank Platz nehmen müssen. Nach dem Spiel fliegt der bisher formschwache Brasilianer (ein Saisontor) am Samstagmorgen zu seiner einwöchigen "Babypause" nach Mexiko, wo seine Ehefrau Rosalie in der vergangenen Woche Zwillinge zur Welt gebracht hatte.

Koller würde "gerne mal wieder zu Null spielen"

Während die Aufstiegseuphorie beim MSV (17. Platz/9 Punkte) bereits verflogen ist, wollen die Bochumer (13./12) mit dem Rückenwind aus der Begegnung gegen den VfL Wolfsburg (5:3) weiter durchstarten. Trainer Marcel Koller warnte allerdings: "Unser gewonnenes Selbstvertrauen ist längst nicht unerschütterlich. Die Duisburger werden sicher zur Sache gehen, von der ersten Minute Gras fressen und den Platz umwühlen."

Mit einem Erfolg könnte sich der VfL aber Luft im Abstiegskampf verschaffen und den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herstellen. "Daher wollen wir den Gegner unter Druck setzen. Ich würde auch mal gerne wieder zu Null spielen", meinte der Schweizer Koller.

Dafür soll die gleiche Mannschaft sorgen, die gegen Wolfsburg besonders im ersten Durchgang (4:0) den eigenen Anhang begeisterte. Im Tor wird Rene Renno wohl wieder den Vorzug vor dem Tschechen Jan Lastuvka erhalten, der zuletzt wegen Rückenproblemen pausieren musste.

© SID

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