Fußball Bundesliga
Eberl: "Mit Frontzeck in die Rückrunde"

Borussia Mönchengladbachs Manager Max Eberl hat sich nach der 2:1-Niederlage gegen Hannover 96 demonstrativ vor Trainer Michael Frontzeck gestellt.

Nach der bitteren 2:1-Pleite gegen Hannover 96 bleibt Borussia Mönchengladbach Schlusslicht der Bundesliga. Im Interview äußerte sich Manager Max Eberl über die Trainerdiskussion um Michael Frontzeck und den unnötigen Platzverweis von Raul Bobadilla.



Frage: "Wie enttäuscht sind Sie über den Platzverweis für Raul Bobadilla?"

Max Eberl: "Nachtreten, schlagen, spucken, all das gehört nicht auf den Fußballplatz. Auf den Fußballplatz gehört der Einsatz, der Kampf, die Bereitschaft. All die anderen Dinge möchte keiner sehen. Das hat dazu geführt, dass wir eine Halbzeit lang mit einem Mann weniger gespielt haben."

Frage: "Sie hatten in den letzten Monaten sehr viel Geduld mit Bobadilla. Wird die Strafe jetzt drastisch ausfallen?"

Eberl: "Es gibt keine zwei Meinungen, dass er uns einen Bärendienst erwiesen hat. Er muss sein Temperament in den Griff bekommen. Gerade weil wir schon häufig mit ihm gesprochen haben, war diese Aktion ein Schlag ins Gesicht für uns alle. Der Verein wird eine drastische Strafe aussprechen."

Frage: "Wird es also eine Geldstrafe geben?"

Eberl: "Mindestens."

Frage: "Hätten Sie das Spiel ohne den Platzverweis gewonnen?"

Eberl: "Das ist eine hypothetische Frage, die kann keiner beantworten. Aber ich denke, dass unsere Chance wesentlich größer gewesen wäre."

Frage: "Was den Trainer angeht, setzen Sie weiter auf Kontinuität und Michael Frontzeck?"

Eberl: "Ja. Wir wollen gemeinsam aus der misslichen Lage kommen, in die wir alle gemeinsam geraten sind. Wenn es keine exorbitanten Ergebnisse gibt, etwa dreimal ein 0:4, auch im DFB-Pokal, dann werden wir auch mit Michael Frontzeck in die Rückrunde gehen."

Frage: "Sie haben wieder 1:0 geführt, dann aber in zwei Minuten zwei leichte Gegentore bekommen. Probleme, die sich durch die ganze Saison ziehen ..."

Eberl: "Wenn man das Spiel nicht gewinnt, sind die Probleme natürlich weiter da. Wir spielen zu zehnt, lassen bis dahin für Hannover aber eigentlich nicht wirklich etwas zu, machen es bis zum 1:1 ordentlich. Natürlich führen Fehler zu Toren. Da ist es umso bitterer, wenn man innerhalb von zwei Minuten diesen Nackenschlag bekommt, anstatt nach dem 1:1 mal wieder zu stehen und zu sagen: Wir versuchen jetzt, mit aller Macht diesen Punkt zu retten, mit allem, was uns in den letzten 18 Minuten zur Verfügung steht. Aber dann bekommen wir einen Schlag nach dem anderen. Das führt nicht gerade dazu, dass wir besser werden."

Frage: "Wo sehen Sie die Ansätze, in den letzten beiden Spielen vor der Winterpause den Abstand zu den Konkurrenten noch ein bisschen zu reduzieren?"

Eberl: "Da man nach so einem Spieltag mit so einer Situation, die wir mal wieder erlebt haben, nicht so viele Argumente hat, fällt es schwer, jetzt Hoffnung zu verbreiten, was das nächste Spiel in Freiburg anbelangt. Aber es sind noch zwei Spiele. Das sind keine Durchhalteparolen, denn auch heute wäre wieder wesentlich mehr drin gewesen, wenn wir unsere Fehler nicht gemacht hätten. Wir haben noch zwei Spiele, da muss man sehen, dass man auch Punkte macht und nicht nur davon redet.

© SID

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