Fußball Bundesliga
Eintracht sucht Harmonie mit Streit

Nach dem geplatzten Wechsel von Albert Streit sieht Bundesligist Eintracht Frankfurt der Zusammenarbeit mit dem abtrünnigen Mittelfeldspieler gelassen entgegen. Ein Friedensgespräch soll alle Irritationen ausräumen.

Albert Streit wird nach dem gescheiterten Wechsel zum FC Schalke 04 auch in der kommenden Saison für den Bundesligisten Eintracht Frankfurt auflaufen - trotz aller Irritationen zum Ende der vergangenen Saison. "Das ist kein Horrorszenario für uns. Albert ist ein guter Spieler", sagte Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen der Frankfurter Rundschau.

Dass Schalke den 27-Jährigen nach mehreren Verhandlungsrunden doch nicht unter Vertrag nahm, hängt laut Bruchhagen direkt mit dem Klassenerhalt der Hessen zusammen. "Schalke hat nur darauf spekuliert, dass wir absteigen, um den Spieler ablösefrei zu bekommen. Als wir die Klasse gehalten haben, ist das Schalker Interesse schnell erloschen", erklärte Bruchhagen.

Die Frankfurter Verantwortlichen gehen nun davon aus, dass Streit, dessen Kontrakt noch bis Ende Juni 2009 läuft, am 2. Juli zum Trainingsauftakt der Eintracht erscheint. Deshalb wurden nach den Einkäufen von Mehdi Mahdavikia und Junichi Inamoto bereits alle anderen Transferaktivitäten eingestellt. Zudem wurde ein Friedens-Gespräch zwischen Trainer Friedhelm Funkel, Streit und dessen Berater Klaus Gerster anberaumt.

"Ich erwarte von Albert die absolute Leistungsbereitschaft", meinte Bruchhagen, der auch den von Streit initiierten Ärger mit Coach Funkel zum Ende der abgelaufenen Saison nicht überbewerten will: "Die von Albert entdeckten Ressentiments gegen den Trainer gehören in die Abteilung geplanter Vereinswechsel."

Unterdessen ist wegen des Gerangels um Streit nach einem Bericht des Fachmagazins kicker auch Bruchhagen selbst in die Bredouille geraten. So soll Bruchhagen dem Aufsichtsrat eine Klausel in Streits Vertrag verschwiegen haben, wonach der gebürtige Rumäne am Ende der kommenden Saison ein Jahr vor Vertragsende eine Ausstiegsklausel besitzt, wonach er für eine Ablöse von einer Mill. Euro wechseln kann.

Nur deshalb war die Eintracht offenbar überhaupt bereit, mit Schalke über einen vorzeitigen Vereinswechsel zu sprechen. Doch die Eintracht verlangte vier Mill. Euro Ablöse, während Schalke maximal zwei Mill. Euro überweisen wollte.

© SID

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