Fußball Bundesliga
„Endspiel“ für Schalkes Rutten und Müller

Sportlich am Tiefpunkt, wirtschaftlich vor schwierigeren Zeiten, personell in der Zwickmühle – Fußball-Bundesligist Schalke 04 droht wieder einmal im hausgemachten Chaos zu versinken. Das heutige Heimspiel gegen den 1. FC Köln wird wohl zum „Endspiel“ für Trainer Fred Rutten und Manager Andreas Müller.

dpa GELSENKIRCHEN. Gleichzeitig wächst der Druck auf die Mannschaft, die jeden Beweis ihre angeblichen Klasse schuldig bleibt und das Führungsduo im Stich lässt. Eine Schlappe gegen Köln könnte das Pulverfass zur Explosion bringen. Doch an seine mögliche Ablösung denkt Rutten nicht. "Darüber ist schon einige Mal spekuliert worden. Ich habe mich daran gewöhnt und beschäftige mich nicht weiter damit", sagte der Coach.

"Müller bettelt um Rauswurf", interpretierte die "Bild"-Zeitung Müllers Äußerungen nach der Pokal-"Katastrophe" (Rutten) in Mainz, nachdem er den zaudernden Aufsichtsrat zu einem klaren Wort aufgefordert hatte. Freiwillig, das machte der 46-jährige Müller im "kicker"-Interview deutlich, werde er sein Büro nicht räumen: "Eines steht felsenfest: Ich werde hier niemals zurücktreten."

Die Schockstarre nach der sportlichen Bankrotterklärung am Mainzer Bruchweg hat alle im Verein erfasst. Gefragt nach seiner Zukunft, beklagte der seit Monaten im Epizentrum der Kritik stehende Müller die fehlende Rückendeckung durch die Clubbosse. "Entweder man hat ein klares Bekenntnis zur sportlichen Führung, oder man hat keines. Alle im Verein haben die Pflicht, sich in einer solch schwierigen Situation Gedanken zu machen. Nur müssen die Gedanken irgendwann einmal auch enden. Dann muss man zu einem Ergebnis kommen und sagen, entweder machen wir mit Trainer und Manager weiter oder man zieht die Reißleine und sagt, man macht nicht weiter", so Müller.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies macht - wie alle Beteiligten - eine unglückliche Figur in einem unsäglichen Spiel, das zur quälenden Hängepartie werden könnte. Weder Präsident Josef Schnusenberg, der Rutten und seinem Vorstandskollegen Müller noch vor zwei Wochen eine "Jobgarantie" über diese Saison hinaus gab, noch der mit ihm beruflich verbandelte Tönnies geben ein klares Bekenntnis.

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