Fußball Bundesliga
Energie-Führungsspieler stellen sich den Fans

Vier Führungsspieler des Bundesligisten Energie Cottbus haben für Donnerstag ein Fanforum angesetzt. Die Mannschaft will sich der Kritik der Fans stellen und sucht das Gespräch.

Die Profis vom abstiegsbedrohten Bundesligisten Energie Cottbus bemühen sich nach der 0:4-Niederlage bei Schalke 04 am vergangenen Freitag weiter um die Versöhnung mit den eigenen Anhängern. Stellvertretend für das gesamte Team haben die vier Führungsspieler Timo Rost, Gerhard Tremmel, Ervin Skela und Mario Cvitanovic für Donnerstag zu einem Fanforum eingeladen und wollen sich dabei den Fragen der Anhänger stellen.

"Wir wollen offen und ehrlich miteinander reden. Wir wissen, dass es viel Kritik geben wird, hoffen aber auch darauf, dass unsere Fans uns weiterhin unterstützen und wir gemeinsam mit voller Kraft in das schwere Spiel gegen den VfL Wolfsburg gehen werden", sagte der Cottbuser Kapitän Timo Rost. Am Treffen werden ebenfalls Energie-Manager Steffen Heidrich und Geschäftsführer Frank Duschka teilnehmen.

"Geld-Zurück"

Die Lausitzer reagieren damit auf das geteilte Echo nach ihrer "Geld-Zurück"-Aktion. Nachdem Energie in Gelsenkirchen seine höchste Saisonpleite kassiert hatte, versprachen die Profis, den mitgereisten Fans das Eintrittsgeld zurückzuerstatten. Sven Graupner vom Cottbuser Fan-Projekt hatte jedoch erklärt, dass es den meisten Fans nicht ums Geld ginge, sondern sie lieber ein Gespräch mit den Spielern wollen würden.

Der Dachverband der Energiefans nannte die Aktion der Cottbuser Spieler in einem offenen Brief sogar "blanken Hohn". Alles was man als Gegenleistung für die Unterstützung wolle, sei "Einsatz, Willen und Kampfgeist bei unserem Team. Wir möchten die Reaktion lieber auf dem Platz sehen", hieß es.

"Ich begrüße die entschuldigende Geste des Teams an seine Fans. Echte Wiedergutmachung muss es aber vor allem in den kommenden Partien geben", meinte Manager Steffen Heidrich mit Blick auf die schwere Aufgabe am kommenden Sonntag (17.00 Uhr/live bei Premiere) gegen Spitzenreiter Wolfsburg. "Wir werden in dieser Woche großen Druck auf die Mannschaft aufbauen. Sie ist nach dem Spiel auf Schalke in der Pflicht. Es zählen nur noch die Ergebnisse", sagte Trainer Bojan Prasnikar der Lausitzer Rundschau.

© SID

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