Fußball Bundesliga
Farfan sorgt für Schalker Sieg in Mainz

Nach dem 2:1 über Lissabon in der Champions League hat Schalke 04 in der Liga nachgelegt. Die Königsblauen siegten zum Abschluss des 16. Spieltags mit 1:0 (1:0) bei Mainz 05.

Vizemeister Schalke 04 hat seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und einen großen Sprung ins Mittelfeld der Bundesliga gemacht. Die Mannschaft von Trainer Felix Magath gewann zum Abschluss des vorletzten Spieltags vor der Winterpause mit 1:0 (1:0) beim FSV Mainz 05 und kletterte durch den dritten Sieg innerhalb von acht Tagen in der Tabelle um fünf Ränge bis auf Platz zehn. Mainz ist nach der Niederlage im 50. Spiel von Thomas Tuchel als FSV-Trainer nur noch Vierter.

Jefferson Farfan sorgte nach einer halben Stunde mit seinem zweiten Saisontor für den entscheidenden Treffer. Nationaltorhüter Manuel Neuer rettete mit einem gehaltenen Foulelfmeter gegen Andre Schürrle (73.) den Sieg. Den Nachschuss von Adam Szalai lenkte Christoph Metzelder an die Unterkante der Latte. Auch Schalke hatte zuvor einen Strafstoß vergeben. Nach einem Foul von Christian Fuchs an Farfan setzte Klaas-Jan Huntelaar den Ball an den linken Pfosten (8.).

Magath freute sich nach dem Wechselbad der Gefühle erst einmal im Stillen, gab seinem Assistenten Bernd Hollerbach die Hand und ging strammen Schrittes erst einmal in die Kabine. "Wir haben einen sehr guten Auftritt hingelegt", sagte er wenige Minuten später: "Wir waren klar die bessere Mannschaft und hätten früh mit 2:0 führen müssen. Wir haben über weite Strecken das Geschehen bestimmt und nur wenig zulassen."

Mainzer Präsident verärgert

Während der grippekranke 05-Coach Thomas Tuchel mangels Stimme sich zunächst nicht äußern konnte, sprach der Mainzer Präsident Harald Strutz von "einer Menge Frustration". Er ärgerte sich vor allem darüber, "dass Andre den Elfmeter nicht mit der richtigen Wucht geschossen hat. Da muss er einfach sagen, ich hau die Gurke drauf, und entweder er ist drin oder nicht." Strutz rief aber zur Gelassenheit auf: "Wir dürfen jetzt nicht jammern. Man muss realistisch bleiben und uns nicht vom Weg abbringen lassen. Die Mannschaft hat die Qualität, in den oberen Regionen mitzuspielen, aber dafür müssen wir hart arbeiten."

Fünf Tage nach dem Gruppensieg in der Champions League boten die Schalker auch in der Liga eine gute Leistung. Vor allem der in die Startelf gerückte Farfan, der beim 2:0-Sieg eine Woche zuvor gegen den deutschen Meister Bayern München wegen einer Grippe gefehlt hatte und beim 2:1 bei Benfica Lissabon gelb-gesperrt war, sorgte auf der rechten Seite mit seiner enormen Schnelligkeit immer wieder für Gefahr.

Vor 20 300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion begannen beide Teams mit hohem Tempo. Mainz hatte die erste Möglichkeit, doch ein Freistoß von Marcel Risse (3.) war für Neuer ebenso kein Problem wie ein Schuss von Sami Allagui (17.). Schalke ließ sich auch von Huntelaars verschossenem Strafstoß nicht aus dem Konzept bringen und gewann nach anfänglichen Problemen immer mehr die Oberhand.

Mainz nach Rückstand geschockt

Bei Mainz hatte Thomas Tuchel nach dem 1:2 im Derby bei Eintracht Frankfurt gleich fünf Änderungen vorgenommen. Jung-Nationalspieler Lewis Holtby saß gegen seinen Klub, von dem er bis zum Saisonende ausgeliehen ist, allerdings zu Beginn erneut nur auf der Bank. Bei Schalke meldete sich Stürmerstar Raul nach Rückenproblemen in den vergangenen Tagen rechtzeitig zurück.

Mainz war nach dem Rückstand spürbar geschockt. Auch nach dem Seitenwechsel konnten die Gastgeber die Königsblauen kaum noch in Verlegenheit bringen. Tuchel reagierte und brachte nach einer Stunde in Holtby, Adam Szalai und Marco Caligiuri gleich drei neue Spieler. Holtby leitete die Situation, die zum Strafstoß führte, mit einem mustergültigen Pass auf Szalai ein. Neuer konnte sich nur mit einem Foul helfen, parierte aber den anschließenden Elfmeter.

© SID

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