Fußball Bundesliga
FC Bayern spaziert zum Derby-Sieg

Durch einen nie gefährdeten 3:0 (2:0)-Heimerfolg im bayrischen Derby gegen den 1. FC Nürnberg hat der FC Bayern München am neunten Bundesliga-Spieltag seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf fünf Punkte ausgebaut.

Im Stile eines angehenden Meisters hat Bayern München seine Spitzenposition in der Bundesliga behauptet. Der deutsche Rekordmeister besiegte den bayerischen Rivalen 1. FC Nürnberg nach kurzen Anlaufproblemen mit 3:0 (2:0) und geht mit einem Polster von fünf Punkten auf den überraschend starken Aufsteiger Karlsruher SC in die Länderspielpause. Seit Saisonbeginn haben die Münchner nun zwölf Pflichtspiele bestritten - und keines verloren. Der Club hatte wie beinahe erwartet keine Chance: Der Pokalsieger bleibt nach sechs Bundesliga-Spielen ohne Sieg auf einem Abstiegsplatz.

In einem einseitigen Spiel lief für den Rekordmeister spätestens nach einer halben Stunde alles wie geschmiert: Luca Toni (31./81.) und der überragende Ze Roberto (40.) erzielten die Treffer für einen in allen Belangen überlegenen FC Bayern. Der 1. FC Nürnberg, der sich am Donnerstag wie die Münchner überraschend in die Gruppenphase des Uefa-Cups vorgespielt hatte, glich über weite Strecken einem Torso. Die Franken waren in der Defensive bisweilen völlig überfordert, in der Offensive fanden sie praktisch nicht statt - mit Ausnahme von zwei allerdings hochkarätigen Chancen des eingewechselten Joshua Kennedy (48./75.) und einem Lattentreffer von Dominik Reinhardt (84.). Das Ergebnis im 176. bayerischen Derby war am Ende höchst schmeichelhaft für den Club.

Wie sich die Zeiten ändern: Als der 1. FC Nürnberg am dritten Spieltag der vergangenen Saison in München antrat, ertrotzte er ein 0:0 und fuhr als Tabellenführer nach Hause. Diesmal reiste der Club als Abstiegskandidat an. Die Einstellung der Franken aber war nicht viel anders als Ende August 2006: Trainer Hans Meyer bot wie damals eine Vierer-Abwehrkette auf - diese bestand mehr oder weniger aus vier Manndeckern und wurde von "Libero" Tomas Galasek unterstützt. Eine Defensivtaktik, die wegen der individuellen Klasse der Münchner hinten und vorne nicht funktionierte.

Zwar besaß der Club vor 69 000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena nach einem Fehler von Torhüter Michael Rensing durch Marek Mintal und Peer Kluge zunächst so etwas wie die erste Chance des Spiels, danach allerdings fand Einbahnstraßenfußball statt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gegen die dicht gestaffelte Abwehr der Franken verhalf den Bayern schließlich ein Patzer von Jaromir Blazek zum Führungstreffer. Der Club-Torhüter klatschte einen Freistoß von Hamit Altintop nur ab - und Toni markierte mit seinem siebten Saisontreffer zum fünften Mal das 1:0 für die Münchner (31.).

Die Münchner hätten bereits zu diesem Zeitpunkt in Führung liegen können. Aber nach einer schönen Kombination über Franck Ribery hielt Blazek den strammen Schuss von Ze Roberto (16.). Bastian Schweinsteiger schoss nach einem Fehler von Andreas Wolf, der kurz danach ausgewechselt wurde, aus zehn Metern ohne Not und Bedrängnis über das Tor (27.), und Martin Demichelis köpfte freistehend darüber (30.). Umso schöner war schließlich das 2:0 anzuschauen, bei dem Ze Roberto von Schweinsteiger in Szene gesetzt wurde und Blazek mühelos überwand (40.).

In der zweiten Halbzeit bot der FC Bayern über weite Strecken Fußball vom Feinsten und fand ihm Club einen dankbaren, weil äußerst respektvollen Spielgefährten. Besonders Ribery und Ze Roberto, neben Toni die beiden stärksten Münchner, erhielten für ihre "Schmankerl" Beifall auf offener Szene. Torchancen für die Gastgeber gab es zeitweise fast im Minutentakt. Club-Torhüter Blazek hielt nach seinem Patzer beim Münchner Führungstreffer, was zu halten war - etwa in der 55. Minute gegen Andreas Ottl oder in der 78. gegen Ribery.

© SID

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