Fußball Bundesliga
FCB durchbricht Schallmauer, Beckenbauer gewählt

Erstmals hat Bayern München die Umsatz-Schallmauer von 200 Mill. Euro durchbrochen. Obendrein wies der Rekordmeister einen Gewinn von 4,8 Mill. Euro nach Steuern aus. Präsident Beckenbauer wurde wiedergewählt.

Franz Beckenbauer mit überwältigender Mehrheit als Präsident bestätigt, neue Rekordzahlen präsentiert und einen Großangriff auf Europa versprochen: Der FC Bayern München hat am Vorabend des Süd-Gipfels in der Bundesliga gegen den VfB Stuttgart eine harmonische Jahreshauptversammlung erlebt und zugleich den Aufbruch in neue Dimensionen verkündet.

"Es könnte möglicherweise eine neue Politik auf Sie zukommen", sagte Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge und stellte damit den rund 2 500 Mitgliedern in der Münchner Olympiahalle einen Rekordtransfer im kommenden Sommer in Aussicht: "Wir werden nicht zu finaziellen Hasadeuren. Aber wir werden versuchen, eine entsprechende Personalie nach München zu holen." Nach Informationen des Kicker hat der Verein bereits Kontakt zum italienischen Weltmeister Luca Toni vom AC Florenz aufgenommen.

In der Bundesliga haben sie im Gegensatz zu den Visionen noch die Rolle des Verfolgers inne, im wirtschaftlichen Bereich aber bleiben die Bayern weiter unerreicht. 204,7 Mill. Euro setzte der deutsche Rekordmeister im Geschäftsjahr 2005/06 um, mehr als je zuvor und damit auch mehr als jeder andere Klub in Deutschland.

14 Jahre profitabel

"Wir sind der einzige Klub in Europa, der es geschafft hat, 14 Jahre in Folge profitabel zu arbeiten", sagte Rummenigge und gab sich angriffslustig: "Wir haben es leider nicht ganz geschafft, größter Verein zu werden. Da ist uns der FC Barcelona noch ein Stückchen voraus. Aber irgeandwann packen wir die nicht nur bei der Mitgliederzahl, sondern auch auf dem Platz, das sag ich Ihnen", rief Rummenigge den Mitgliedern zu. 121 119 Mitglieder hat Bayern mittlerweile, eine Steigerung von rund 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die erste Spielzeit in der Allianz-Arena schloss die FC Bayern München AG mit einem Gewinn von 4,8 Mill. Euro nach Steuern ab. Zum Stichtag 30. Juni 2006 lag das Eigenkapital bei 159 Mill. Euro, zu diesem Zeitpunkt verfügte der Klub außerdem über liquide Mittel in Höhe von 94,8 Mill. Euro. Weitere 53,3 Mill. Euro stecken in Finanzanlagen. Im Vorjahr hatte der Klub 189,5 Mill. Euro Umsatz und 6,6 Mill. Euro Gewinn ausgewiesen.

"Die FC Bayern München AG ist heute wirtschaftlich durch und durch gesund und für die Zukunft bestens gerüstet", sagte Finanzvorstand Karl Hopfner bei der Bekanntgabe der Zahlen. Aus dem Spielbetrieb nahm der FC Bayern in der ersten Saison in der neuen Arena 72,0 Mill. Euro ein, aus der Stadionvermarktung und von Sponsoren flossen 62,4 Mill. Euro.

Im internationalen Vergleich liegt der FC Bayern weiter in der europäischen Spitzengruppe. Bei einer letzten Erhebung im Februar 2006 wiesen Real Madrid (275,7 Mill. Euro), Manchester United (246,4), AC Mailand (234,0), Juventus Turin (229,4), Chelsea London (220,8), FC Barcelona (207,9) höhere Umsätze aus als die Münchner.

© SID

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