Fußball Bundesliga
Frankfurt geht gegen Bochum unter

Eintracht Frankfurt hat vier Tage nach dem Pokal-Aus in Nürnberg die nächste herbe Pleite kassiert. Am 30. Spieltag verloren die Hessen 0:3 (0:1) gegen den VfL Bochum und schweben weiter in akuter Abstiegsgefahr.

Der VfL Bochum hat einen Riesenschritt zum Klassenerhalt in der Bundesliga gemacht und die Situation beim direkten Konkurrenten Eintracht Frankfurt verschärft. Der VfL gewann fünf Spieltage vor Saisonende bei den Hessen verdient 3:0 (1:0) und hat mit nunmehr 36 Punkten den Klassenerhalt dicht vor Augen. Dagegen droht der Eintracht nach der zweiten Heimniederlage in Folge mit 34 Punkten mehr denn je der Abstieg.

Theofanis Gekas hatte die Gäste mit seinem 18. Saisontor in Führung gebracht (32.). Der Kameruner Joel Epalle sorgte mit seinen Treffern drei und vier (58./69.) für die Entscheidung.

Frankfurt präsentiert sich wie ein Absteiger

46 000 Zuschauer in der Frankfurter WM-Arena sahen vor allem im ersten Abschnitt ein Spiel auf erschreckend schwachem Niveau. Vor allem die Gastgeber präsentierten sich wie schon vor 14 Tagen beim 1:3 gegen Energie Cottbus und beim Aus im DFB-Pokal-Halbfinale beim 1. FC Nürnberg am Dienstag (0:4) wie ein Absteiger.

Ohne den bereits zum dritten Mal in Serie von Trainer Friedhelm Funkel ausgemusterten Mittelfeldspieler Albert Streit, der in der laufenden Saison bereits elf Eintracht-Treffer vorbereitet hatte, fehlte die Durschlagskraft im Angriff. Allein Naohiro Takahara mit einem Schuss aus 30 Metern (11.) sowie Alexander Meier, der in der 17. Minute nur das Außennetz des Bochumer Tores traf, sorgten vor der Halbzeitpause für etwas Torgefahr. Bereits im ersten Durchgang musste sich der Trainer auch "Funkel raus"-Rufe anhören.

Gekas nutzt Vasoski-Fehler

Dagegen bestimmten die Bochumer über weite Strecken der ersten Hälfte die Partie, ohne sich dabei besonders anstrengen zu müssen. VfL-Regisseur Zvjezdan Misimovic übernahm nach einer Viertelstunde im Mittelfeld das Kommando und versuchte, Gekas immer wieder in Szene zu setzen. Zunächst blieb der griechische Nationalstürmer bei seinen Aktionen aber glücklos, ehe er in der 32. Minute hellwach war und einen katastrophalen Rückpass des ansonsten starken Alexander Vasoski als Vorlage zum 1:0 nutzte.

Im zweiten Abschnitt versuchte Funkel mit der Hereinnahme von U21-Nationalspieler Marcel Heller dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben. Der Ex-Siegener bereitete auch gleich die erste Chance vor, doch Meiers Schuss aus 18 Metern stellte VfL-Keeper Jaroslav Drobny nicht vor Probleme (47.). In der 53. Minute scheiterte Frankfurts Verteidiger Sotorios Kyrgiakos mit einem Kopfball aus fünf Metern an Drobny, der zwei Minuten später auch gegen Takahara sensationell parierte. Zu allem Überfluss versagte auch Markus Weissenberger aus kurzer Distanz (57.). Im direkten Gegenzug traf Epalle zum vorentscheidenden 2:0.

© SID

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