Fußball Bundesliga
Frankfurt gelingt Befreiungsschlag gegen Aachen

Eintracht Frankfurt hat einen wichtigen Schritt im Kampf um den Klassenverbleib gemacht. Die Hessen setzten sich am 32. Spieltag im Abstiegsduell gegen Alemannia Aachen 4:0 (2:0) durch.

Eintracht Frankfurt hat das "Abstiegs-Endspiel" in der Bundesliga gegen den Tabellennachbarn Alemannia Aachen klar gewonnen und damit zwei Spieltage vor dem Saisonende die Weichen auf Klassenerhalt gestellt. Die Hessen bezwangen den erneut schwachen Aufsteiger vom Tivoli deutlich mit 4:0 (2:0) und vergrößerten den Vorsprung zur Abstiegszone am 32. Spieltag auf vier Punkte.

Vor 51 500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter WM-Arena erlösten Benjamin Huggel (3.) mit seinem ersten Saisontor, Aleksandar Vasoski (30.), Naohiro Takahara (57.) und Benjamin Köhler (80.) die Gastgeber, die zuletzt gegen die Liganeulinge VfL Bochum (0:3) und Energie Cottbus (1:3) zwei bittere Heimpleiten in Serie kassiert hatten.

Für die weiterhin auf Abstiegsplatz 16 stehenden Aachener, die im Duell der beiden abwehrschwächsten Mannschaften die sechste Schlappe in Folge hinnehmen mussten, scheint die Zeit in der Eliteliga nach nur einer Saison schon wieder abgelaufen zu sein. Negativ machte sich das Fehlen von Nationalspieler Jan Schlaudraff bemerkbar, den Alemannia-Coach Michael Frontzeck am vergangenen Dienstag ebenso wie Sascha Dum aus "sportlichen Gründen" aus dem Kader geworfen hatte.

Ohne den künftigen Bayern-Profi Schlaudraff - mit acht Saisontreffern bester Schütze seiner Mannschaft - präsentierten sich die Gäste besonders im Angriff zu harmlos. Zudem mussten die Aachener nach der Roten Karten gegen Alexander Klitzpera nach einer Notbremse gegen Takahara (56.) in Unterzahl spielen.

Die Hausherren dominierten die auf mäßigem Niveau stehende Begegnung von Anfang an und hätten bereits zur Halbzeit deutlich höher führen müssen. Doch allein Eintracht-Stürmer Ioannis Amanatidis vergab in den ersten 45 Minuten drei hochkarätige Chancen (26./32./39.). Dabei hatte der Grieche aber auch Pech, als sein Schuss nach einer knappen halben Stunde gleich zweimal den Innenpfosten touchierte.

Die spielerisch deutlich unterlegenen Aachener, die aus einem viertägigen Trainingslager in Bitburg direkt nach Frankfurt angereist waren, konnten sich bei ihrem aufmerksamen Keeper Kristian Nicht bedanken, der unter anderem einen Freistoß von Benjamin Köhler (23.) aus dem Winkel fischte.

Für einen Auftakt nach Maß in diesem "Königsspiel", wie Eintracht-Vorstandsboss Heribert Bruchhagen die Partie zuvor beschrieben hatte, hatte der Schweizer Huggel gesorgt. Der Mittelfeldspieler nutzte gleich die erste Möglichkeit und ließ Alemannia-Keeper Nicht mit einem platzierten 22-m-Schuss keine Chance.

In der Folge mühte sich das Team von Trainer Friedhelm Funkel und war in erster Linie bei Standards durch den begnadigten Albert Streit gefährlich, der in dieser Woche immer wieder seine Wechselabsichten bekundet hatte. Symptomatisch, dass der 27 Jahre alte Techniker auch die folgenden beiden Kopfballtreffer mit Freistößen vorbereitete. Vasoski und der Japaner Takahara, der erstmals nach einer Flaute von sechs Spielen wieder traf und sein elftes Bundesliga-Tor in dieser Spielzeit markierte, waren die Nutznießer.

Aachen kam zu oft durch die Mitte und stellte die Eintracht-Abwehr nur selten vor Probleme. Die größte Chance vergab die Frontzeck-Elf, als unmittelbar nach dem Wechsel Sascha Rösler und Nico Herzig binnen Sekunden an Frankfurts Keeper Oka Nikolov scheiterten.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%