Fußball Bundesliga
Frankfurt nimmt die Tabellenspitze ins Visier

Mit einem Sieg im Freitagsspiel beim VfL Bochum könnte Eintracht Frankfurt erstmals seit acht Jahren zumindest vorübergehend wieder an die Tabellenspitze klettern. Doch von Euphorie ist bei den Hessen nichts zu spüren.

Acht Jahre ist es her, dass Eintracht Frankfurt an der Tabellenspitze der Bundesliga stand. Nach dem heutigen Spiel beim VfL Bochum (20.30 Uhr/live bei Premiere) könnte das lange Warten für die Eintracht-Fans zumindest vorübergehend ein Ende haben. Bei einem Sieg würden die Hessen erst einmal an Spitzenreiter Bayern München vorbeiziehen. Die Verantwortlichen der Frankfurter drücken jedoch vor der Partie auf die Euphoriebremse. "Es wäre doch hochnäsig, wenn wir jetzt sagen, dass wir so einfach gewinnen. Das ist mit mir nicht zu machen", erklärte Trainer Friedhelm Funkel trotz des Höhenfluges gewohnt zurückhaltend.

Doch mit einem Sieg in Bochum könnten die Hessen am sechsten Spieltag zumindest vorübergehend an Rekordmeister Bayern München vorbei auf Platz eins ziehen und von der überraschenden Rolle des Bayern-Jägers sogar in die Position des Tabellenführers schlüpfen. Zuletzt war die Eintracht am 21. August 1999 nach einem 3:2 beim SC Freiburg spitze.

Vorstandsboss Heribert Bruchhagen hält solche Gedankenspiele allerdings trotz des guten Saisonstarts mit zehn Punkten aus fünf Spielen für unangebracht. "Wir werden uns nicht treiben lassen", meinte Bruchhagen: "Trotz der Tabellenkonstellation hat sich nichts verändert. Wir versuchen immer, ordentliche Arbeit zu machen."

Ochs und Amanatidis melden sich zurück

Positiv hat sich für Funkel die Personalsituation entwickelt. Kapitän Ioannis Amanatidis steht nach auskurierter Rippenprellung im Angriff zur Verfügung. Auch Rechtsverteidiger Patrick Ochs ist nach einer Außenbandzerrung im Knie wieder einsatzbereit. Zudem kann auch Albert Streit nach dem Freispruch am Mittwoch durch das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mitwirken. Verzichten muss Trainer Funkel allerdings auf den am Rücken verletzten Michael Thurk (Hexenschuss).

Mittelfeldspieler Alexander Meier, mit schon vier Saisontoren bislang bester Eintracht-Schütze, ist guter Dinge. "Ich glaube, dass wir gefestigter sind. Das hat sich zuletzt beim 2:1 gegen Hamburg gezeigt, als wir den Ausgleich gut weggesteckt haben", meinte Meier. In Bochum treffen die Frankfurter allerdings auf ihren Angstgegner. Die letzten drei Partien beim VfL hat die Eintracht verloren. Der letzte Sieg liegt zwölf Jahre zurück.

Bochum will gute Bilanz gegen Frankfurt weiter ausbauen

"Diese gute Bilanz gegen Frankfurt wollen wir natürlich weiter ausbauen", sagte VfL-Coach Marcel Koller, der sich noch immer über die beiden Niederlagen bei Hannover 96 und Bayer Leverkusen ärgert: "Das waren unnötige Punktverluste. Diese Kritik ist berechtigt. Aber es gibt keinen Grund zur Panik."

Umstellen muss Koller auf einer Position. Für Marc Pfertzel, der nach seiner Gelb-Roten Karte in Leverkusen gesperrt ist, rückt Philipp Bönig in die Vierer-Abwehrkette.

© SID

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