Fußball Bundesliga
Frankfurt und Dortmund treten auf der Stelle

Das 1:1 zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund zum Auftakt des 31. Spieltags ist für beide Klubs zu wenig. Frankfurt verliert Boden im Kampf um ein Uefa-Cup-Ticket.

Borussia Dortmund hat nach der Wutrede von Trainer Thomas Doll den erhofften Befreiungsschlag in der Bundesliga verpasst. Sechs Tage nach der knappen Niederlage im DFB-Pokalfinale gegen Bayern München erkämpfte sich der BVB aber zumindest ein 1:1 (0:0) bei Eintracht Frankfurt. Damit bremste die Borussia nach zuletzt zwei Niederlagen mit 1:8-Toren den freien Fall in Richtung Abstiegszone und verschaffte Doll nach dessen Generalabrechnung am vergangenen Mittwoch etwas Luft.

Benjamin Köhler (46.) brachte die Eintracht per Kopf mit seinem zweiten Saisontor unmittelbar nach der Pause in Führung. Für den BVB glich Jakub Blaszczykowski nur fünf Minuten später aus.

Funkel: "Wir haben nur einmal nicht aufgepasst"

"Wir haben vom Kampf her ein gutes Spiel gezeigt und nur einmal nicht aufgepasst. Es fehlt im Moment das Quäntchen Glück, um so ein Spiel zu gewinnen", sagte Eintracht-Coach Friedhelm Funkel, dessen Team zum dritten Mal in Folge trotz einer 1:0-Führung nicht gewinnen konnte.

"Es war wichtig, dass wir gepunktet haben und eine Reaktion zeigen. In der ersten Halbzeit waren wir noch nicht richtig drin, aber danach haben wir auf's Tempo gedrückt", erklärte Doll.

BVB-Vorstandschef Hans-Joachim Watzke betonte in der Halbzeitpause erneut, dass man keine Trainerdiskussion führe. "Das einzige, was uns nicht gefällt, ist der Tabellenplatz. Doll hat uns letztes Jahr zum Klassenerhalt geführt und diese Saison ins internationale Geschäft", erklärte Watzke bei Premiere: "Wir müssen in der Bundesliga aber auch langfristig eine Entwicklung sehen. Das weiß auch Thomas Doll ganz genau."

Ziegler rettet gegen Ochs den Punkt

Der Rückstand durch Köhler war für die Dortmunder nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit wie ein Weckruf. Marc-Andre Kruska traf mit einem fulminanten Distanzschuss nur die Unterkante der Latte (48.), Mladen Petric (53.) scheiterte mit einem Kopfball aus kurzer Entfernung an Eintracht-Keeper Markus Pröll. Dagegen tat sich die Eintracht vor 51 500 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena sehr schwer. In der 88. Minute rettete BVB-Torwart Marc Ziegler nach einem Schuss von Patrick Ochs den Punkt.

Doll hatte im Vergleich zur Niederlage im Pokalfinale nur eine Änderung vorgenommen. Für den angeschlagenen Sebastian Kehl spielte Kruska im defensiven Mittelfeld. Frankfurts Coach Friedhelm Funkel vertraute der gleichen Startelf, die zuletzt beim 1:3 gegen München die dritte Pleite in Folge kassiert hatte. Eine frohe Botschaft für die Fans verkündeten die Hessen vor dem Anpfiff: Der griechische Nationalstürmer und Kapitän Ioannis Amanatidis verlängerte seinen Vertrag vorzeitig um weitere zwei Jahre bis zum 30. Juni 2012.

© SID

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