Fußball Bundesliga
Frankfurter Eintracht siegt auf dem Betze

Ein Doppelpack von Theofanis Gekas, sowie der Treffer von Alexander Meier haben Eintracht Frankfurt am achten Bundesliga-Spieltag einen Dreier beim 1. FC Kaiserslautern gesichert.

Der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig Theofanis Gekas hat Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern noch tiefer in die Krise geschossen. Der Grieche legte mit seinen beiden Treffern (45. und 67.) den Grundstein zur 0:3 (0:1)-Niederlage der Pfälzer im brisanten Südwestderby gegen Eintracht Frankfurt. Nach der vierten Pleite in Folge bleibt der FCK im Tabellenkeller. Das dritte Tor für die Hessen erzielte Alexander Meier (83.).

Während der FCK seit nunmehr sechs Spielen auf einen Sieg wartet, feierte die Eintracht den dritten Sieg in Folge. Dabei vergab Srdjan Lakic die große Chance zur Lauterer Führung. Doch der Angreifer scheiterte mit einem Foulelfmeter (26.) an Frankfurts Torwart Oka Nikolov.

"Man muss bei diesem Spiel auch den Beginn sehen. Wir haben einen Elfmeter verschossen. Danach haben wir das Gegentor bekommen, das war ausschlaggebend. Wenn wir das erste Tor erzielen, geht das Spiel in eine andere Richtung. Sieht man beide Halbzeiten, dann geht der Sieg der Frankfurter in Ordnung", sagte FCK-Trainer Marco Kurz, während sein Frankfurter Kollege Michael Skibbe feststellte: "Das erste Tor war enorm wichtig, denn Kaiserslautern hat in der ersten Halbzeit mächtig Druck gemacht. Wir mussten uns lange wehren. Der gehaltene Elfmeter hat das Spiel wesentlich beeinflusst."

Die 49 780 Zuschauer im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion sahen in der Anfangsphase eine mäßige Partie mit zahlreichen Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten. Beiden Mannschaften fehlte es an der notwendigen Struktur im Aufbauspiel. Die meisten Aktionen basierten auf Zufall. Nennenswerte Torchancen waren nicht zu verzeichnen, Zweikämpfe prägten das Bild.

Nach einer Viertelstunde erarbeiteten sich die Gastgeber, die auf die verletzten Ilian Micanski, Jan Simunek und Chadli Amri verzichten mussten, eine Feldüberlegenheit. Es blieb allerdings zunächst bei einigen guten Ansätzen, die nötige Durchschlagskraft im Angriff fehlte in vielen Szenen. Die Defensive der Eintracht, bei der die Langzeitverletzten Zlatan Bajramovic und Sebastian Rode fehlten, war meist Herr der Lage.

Schlecht sahen die Frankfurter allerdings nach 25 Minuten aus. Nach einem Abschlag von FCK-Torwart Tobias Sippel wurde Lauterns Stürmer Lakic auf dem Weg zum Tor vom Griechen Georgios Tzavellas gefoult. Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) verhängte einen Strafstoß gegen die Hessen. Lakic schoss selbst und scheiterte an Nikolov.

Trotz des vergebenen Elfmeters dominierte der FCK weiter die Partie. Der Eintracht reichte aber eine Chance zur Führung. Wenige Sekunden vor der Pause verlor der Lauterer Ivo Ilicevic in der Vorwärtsbewegung den Ball und ermöglichte so den entscheidenden Konter vor der Pause. Gekas hatte bei seinem sechsten Saisontor aus kurzer Distanz keine Mühe.

Mehr Mühe hatte die Polizei, die die Begegnung im Vorfeld als "Problemspiel" eingestuft hatte. Insgesamt 850 Sicherheitskräfte sollten für Ordnung sorgen, da gewaltbereite Anhänger zur Randale aufgerufen hatten.

Kurz nach dem Seitenwechsel hatten die Frankfurter eine Doppelchance zur Vorentscheidung. Sippel parierte aber zweimal glänzend gegen Marco Russ und Gekas (47.). Bei den Roten Teufeln lief in den ersten Minute der zweiten Hälfte so gut wie nichts zusammen. Der Rückstand und die Niederlagenserie zehrten merklich an den Nerven der Profis. Dagegen blieb Gekas auch bei seinem zweiten vorentscheidenden Tor eiskalt. Zudem bewahrte Benjamin Köhler die Frankfurter in der 75. Minute durch eine Rettung auf der Torlinie vor dem Anschlusstor.

© SID

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