Fußball Bundesliga
Frankfurter Frauen feiern siebten Titel

Der 1. FFC Frankfurt hat sich zum siebten Mal den Meistertitel und damit auch das zweite Triple nach 2002 gesichert. Am letzten Spieltag wurde die SG Essen-Schönebeck 5:1 besiegt.

Die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt haben sich ihren siebten deutschen Meistertitel gesichert und damit auch den Traum vom Triple erfüllt. Nach einer kräftezehrenden Saison besiegte der Titelverteidiger am letzten Bundesliga-Spieltag die SG Essen-Schönebeck mit 5:1 (4:1) und bereitete seinem scheidenden Trainer Hans-Jürgen Tritschoks mit dem zweiten Dreifach-Triumph nach 2002 einen Abschied nach Maß.

"Was gibt es Schöneres, als mit dem Triple aufzuhören", meinte der Sportmediziner, der die Hessinnen aus beruflichen Gründen nach vier Jahren und mit sieben Titeln im Gepäck verlässt. Ein Nachfolger soll in Kürze präsentiert werden. Birgit Prinz war überglücklich: "Wir wollten diesen Titel unbedingt. Besser kann eine Saison nicht laufen."

In einem der spannendsten Saisonfinals behauptete der Uefa-Cup- und DFB-Pokalsieger aus Frankfurt seine Tabellenführung vor dem FCR Duisburg (2:0 bei Bayern München), der letztlich mit einem Punkt Rückstand auf den FFC zu seiner vierten Vize-Meisterschaft in Folge kam. Die überragende Nationalstürmerin Birgit Prinz mit ihren Saisontreffern 23 bis 25 (9./24./67., Foulelfmeter), Kerstin Garefrekes (25.) und Sandra Smisek (29.) besiegelten vor 4 520 Zuschauern im Stadion am Brentanobad den 17. Sieg im 22. Bundesligaspiel der Saison. Essens Stefanie Weichelt (31.) hatte zum zwischenzeitlichen 1:4 getroffen.

Nachdem DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg den Meisterpokal überreicht hatte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Allerdings lag auch ein wenig Wehmut in der Luft, denn neben Tritschoks nahmen auch die derzeit verletzte Nationalspielerin Renate Lingor sowie "Golden Girl" Nia Künzer und Louise Hansen, die eingewechselt wurden, Abschied von der nationalen Fußball-Bühne.

Birgit Prinz brach den Bann

Während Spielmacherin Lingor für die DFB-Elf noch bei den Olympischen Spielen in Peking (8. bis 24. August) auflaufen will, fiel der Vorhang für die 28-jährige Künzer am Sonntagnachmittag endgültig. "Es ist doch klar, dass man mit vier Kreuzbandrissen nicht spielt, bis man 35 Jahre alt ist", sagte die stets vom Verletzungspech verfolgte Künzer, die die deutsche Nationalmannschaft mit ihrem "Golden Goal" im WM-Finale 2003 gegen Schweden zum Weltmeistertitel geköpft hatte.

Eine Woche nach dem 1:1 im Spitzenduell bei Verfolger Duisburg hatte der FFC zunächst Mühe, ins Spiel zu finden. Doch Prinz brach nach feiner Vorarbeit von Conny Pohlers den Bann. Mit zwei Schüssen sorgte sie für das beruhigende 2:0. Im Anschluss stand Smisek im Blickpunkt, als sie zunächst den Kopfball-Treffer durch Garesfrekes vorbereitete und nur wenig später mit einem Heber das 4:0 erzielte. Nach dem Wechsel sorgte erneut Prinz für einen Höhepunkt, als sie nach einem Foul Pohlers den fälligen Strafstoß verwandelte.

Die Duisburgerinnen, die Essen bei einer etwaigen Schützenhilfe eine gemeinsame Titelsause versprochen hatten, müssen damit weiter auf ihren zweiten Meistertitel nach 2000 warten. Allerdings bescherte ihnen ausgerechnet der Rivale aus Frankfurt ein Trostpflaster. Durch ihren Uefa-Cup-Triumph vor drei Wochen sorgten die Hessinnen dafür, dass in der kommenden Saison auch Vize-Meister Duisburg im Europacup an den Start gehen darf.

© SID

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