Fußball Bundesliga
Frankfurter Frauen gewinnen Spitzenspiel

Im Spitzenspiel der Frauen-Bundesliga hat der 1. FFC Frankfurt überraschend klar mit 3:0 gegen den ärgsten Konkurrenten FCR Duisburg gewonnen. Damit bauten die Hessinnen ihren Vorsprung auf den FCR auf vier Punkte aus.

Die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt haben dank der dreifachen Torschützin Petra Wimbersky den Grundstein für den Gewinn ihrer fünften deutschen Meisterschaft gelegt. Die Hessinnen gewann das Gipfeltreffen gegen den FCR Duisburg überraschend deutlich mit 3:0 (1:0) und führen die Tabelle acht Spieltage vor dem Saisonende mit vier Punkten vor dem Dauerrivalen an.

Unter den Augen des aus Prag eingeflogenen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger ("Das war Frauenfußball auf tollem Niveau") und DFB-Trainerin Silvia Neid avancierte Nationalspielerin Wimbersky mit ihren Saisontreffern 14 bis 16 (35./47./71.) zur Matchwinnerin. "Für unsere internationale Ausrichtung war dieser Sieg ein Meilenstein auf dem Weg zum Titel", erklärte Frankfurts Manager Siegfried Dietrich. Nur der deutsche Meister qualifiziert sich für den Uefa-Cup. Nach dem Gewinn der europäischen Krone im vergangenen Jahr war Frankfurt in dieser Saison bereits im Viertelfinale gescheitert.

Vor 2 130 Zuschauern im Stadion am Brentanobad dominierten die Gastgeberinnen vor allen Dingen das Mittelfeld. Zudem konnten sich immer wieder die Offensivkräfte Birgit Prinz und Sandra Smisek in Szene setzen. In den entscheidenden Szenen war allerdings Wimbersky zur Stelle, die einen Querpass von Prinz zur verdienten Pausenführung nutzte.

Bayern München in Brauweiler siegreich

Auch nach dem Wechsel wirkten die Duisburgerinnen um Torjägerin Inka Grings ängstlich. Die beste Chance für den Tabellenzweiten vergab Anne van Bonn, deren Kopfball von FFC-Keeperin Uschi Holl pariert wurde (54.). Sieben Minuten zuvor hatte Wimbersky mit einem satten 16-m-Schuss bereits das 2:0 erzielt. Ihren Dreierpack machte die frühere Potsdamerin knapp 20 Minuten vor dem Ende nach Flanke von Pia Wunderlich perfekt. Wimbersky schloss damit in der Bundesliga-Torschützenliste zu ihrer bislang führenden Klubkollegin Prinz (beide 16 Tore) auf.

Dritter bleibt mit einem Rückstand von zwölf Punkten auf Frankfurt Bayern München, das beim weiterhin punktlosen Schlusslicht FFC Brauweiler mit 2:1 (2:1) gewann. Beide Tore für München erzielte Nina Aigner. Die SG Essen-Schönebeck (0:0 beim Hamburger SV) ist weiter Vierter.

Einen wichtigen Schritt zum Klassenerhalt tat der VfL Wolfsburg durch das 1:0 (1:0) beim Konkurrenten FFC Heike Rheine. Nach dem "goldenen Tor" von Martina Müller (25.) haben die "Wölfe" jetzt vier Punkte Vorsprung auf den neuen Vorletzten aus Rheine, der vom SC Freiburg (3:1 beim SC Bad Neuenahr) überholt wurde.

© SID

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