Fußball Bundesliga
Freiburgs Cisse hält Gladbach am Tabellenende

Borussia Mönchengladbach verliert in der Bundesliga immer mehr den Anschluss. Beim SC Freiburg gab es am 16. Spieltag ein deutliches 0:3 (0:2). Torjäger Cisse traf erneut doppelt.

Das völlig verunsicherte Bundesliga-Schlusslicht Borussia Mönchengladbach stürzt weiter im freien Fall Richtung 2. Liga. Die Mannschaft des immer stärker unter Druck stehenden Trainers Michael Frontzeck verlor am 16. Spieltag mit 0:3 (0:2) beim Überraschungsteam des SC Freiburg und kassierte damit die vierte Pleite in Folge.

Die Borussia, die nur eine der jüngsten 14 Partien gewinnen konnte, hat lediglich zehn Zählern auf dem Konto und bereits fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Torjäger Papiss Cisse (19., 59.) und Oliver Barth (41.) trafen für die Freiburger, die durch den höchsten Saisonsieg auf den fünften Platz kletterten. Cisse zog mit seinem Doppelpack und insgesamt 13 Toren mit Theofanis Gekas an der Spitze der Torjägerliste gleich, sah aber die 5. Gelbe Karte und wird damit zum Hinrunden-Abschluss bei Bayer Leverkusen fehlen.

Frontzeck hadert mit Verletztenliste

Frontzeck wirkte auch nach dem Spiel ruhig, monierte vor allem die lange Verletztenliste. "Ich kann Woche für Woche nur sagen, wir haben eine absolute Ausnahmesituation, die bis zum Winter so anhalten wird", sagte der Coach: "Wir sind ohne Acht hier abgereits, in der Pause sind noch zwei dazugekommen. Im Moment ist es für alle Beteiligten hart, aber da müssen wir halt durch. Wir können ja niemanden hier gesundpusten." Sein Freiburger Kollege Robin Dutt möchte die aufkommende Euphorie nicht bremsen. "So lange die Mannschaft Vollgas gibt, will ich nichts bremsen, im Moment gehen wir gut mit der Situation um, und die Leute können sich gerne freuen."

Die rund 23 000 Zuschauer mussten nicht lange auf die ersten Torchancen warten. Zunächst tauchte Cedrick Makiadi gefährlich vor dem Tor der Borussen auf (3.), dann vergab der Gladbacher Angreifer Igor de Camargo per Kopf die große Möglichkeit zur Führung (6.).

Die Gladbacher, bei denen die gesperrten Raul Bobadilla und Marco Reus sowie Torwart Logan Bailly, Dante, Anderson und Jean-Sebastian Jaures fehlten, machten zu Beginn einen sehr engagierten Eindruck. Die Gäste, deren Verantwortliche zuletzt Kritik von den früheren Stars Berti Vogts und Günter Netzer einstecken mussten und sich mit einer neuen Oppositionsgruppe auseinandersetzen müssen, dominierten vor allem die Zweikämpfe.

Freiburgs-Führung überraschend

Die Freiburger, die ohne Stammtorwart Simon Pouplin, Pavel Krmas, Ömer Toprak, Tommy Bechmann und Kisho Yano auskommen mussten, konnten sich in der Offensive kaum durchsetzen. Die Mannschaft von Trainer Robin Dutt, der zum 50. Mal in der Bundesliga an der Seitenlinie stand, hatte in der 14. Minute erneut bei einem Kopfball der Gladbacher Glück: Der Ex-Freiburger Mohamadou Idrissou verfehlte das Ziel nur knapp. Nur zwei Minuten später scheiterte Idrissou am Freiburger Torwart Oliver Baumann.

Um so überraschender fiel die Freiburger Führung durch den Kopfball Cisses nach Vorarbeit von Maximilian Nicu. Beim zwölften Saisontor des Senegalesen sahen die Gladbacher Abwehrspieler Sebastian Schachten und Roel Brouwers, die beide zu passiv agierten, nicht gut aus. Nach dem Rückstand waren die Borussen völlig verunsichert. Die Freiburger übernahmen das Kommando. Makiadi per Freistoß (26.) und Yacine Abdessadki (28.) vergaben die Chancen zum zweiten Treffer.

In der 32. Minute hätten die Gastgeber aber fast selbst für den Ausgleich gesorgt. Nach einem katastrophalen Missverständnis zwischen Kapitän Heiko Butscher und Torwart Baumann konnte der Keeper den Schuss von Idrissou aus kurzer Distanz noch an den Pfosten lenken. Besser machte es Barth auf der Gegenseite bei seinem ersten Bundesligator. Der Innenverteidiger staubte aus kurzer Distanz ab.

Nur 40 Sekunden nach dem Seitenwechel hatte Cisse seinen zweiten Treffer auf dem Fuß. Nur vier Minuten später vergab der Angreifer erneut. Seine dritte Chance im zweiten Durchgang ließ Cisse dann nicht ungenutzt und traf aus kurzer Distanz zum 13. Mal in der laufenden Spielzeit. Von Gladbacher Gegenwehr war in dieser Phase nichts mehr zu spüren.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%