Fußball Bundesliga Freude über van Bommel bei Bayern München

Mit dem bestandenen Medizintest ist der Transfer von Marco van Bommel vom FC Barcelona zu Bayern München in trockenen Tüchern. Der Niederländer unterschrieb einen Drei-Jahres-Vertrag und wurde offiziell vorgestellt.

Mark van Bommel hat auf dem Weg in die Bundesliga die letzte Hürde genommen. Nach den erfolgreich verlaufenen medizinischen Untersuchungen ist der Transfer zum deutschen Rekordmeister Bayern München perfekt. Der Mittelfeldspieler von Champions-League-Sieger FC Barcelona unterschrieb einen Drei-Jahres-Vertrag und wurde am Nachmittag offiziell auf einer Pressekonferenz vorgestellt.

"Wir sind alle sehr, sehr glücklich, dass wir jetzt sagen können: Er ist mindestens drei Jahre bei uns", sagte Manager Uli Hoeneß am Montagnachmittag, als der Niederländer nach der Unterzeichnung des Vertrags bis 2009 auch offiziell als die neue Leitfigur beim deutschen Rekordmeister präsentiert wurde.

"Heilsbringer" van Bommel

Nach dem Abgang von Michael Ballack zum FC Chelsea verkauft der deutsche Branchen-Primus den 29 Jahre alten van Bommel fast schon als eine Art Heilsbringer, der das Vakuum im Mittelfeld zügig füllen soll. "Er bringt internationale Erfahrung mit und kann unsere relativ junge Mannschaft führen", versicherte Trainer Felix Magath und bekannte freimütig: "Ich bin glücklich, dass wir kurz vor Ladenschluss noch einen tollen Mann, eine Persönlichkeit, einen kompletten Mittelfeldspieler verpflichten konnten."

Beim FC Barcelona, dem er im Mai noch mit einem 61-minütigen Einsatz zum Gewinn der Champions League gegen den FC Arsenal (2:1) verholfen hatte, war van Bommel freilich entbehrlich geworden. Der Schwiegersohn des Dortmunder Trainers Bert van Marwijk räumte bei seiner Vorstellung an der Säbener Straße auch ein, dass ihm der Abschied nicht leicht gefallen sei: "Es ist nicht einfach, aber wenn die Bayern kommen, dann ist es einfach." Für die eher bescheidene Ablösesumme von sechs Mill. Euro geht er nun nach München, wo er die Rückennummer 17 tragen wird.

Obwohl van Bommel nach 40 Länderspielen und der Teilnahme an der WM in Deutschland derzeit keine Zukunft in der niederländischen Nationalmannschaft mehr hat, glauben die Münchner, "den richtigen Mann" (Hoeneß) gefunden zu haben. Der Niederländer wiederum nährt zunächst einmal verbal die Hoffnung, dass er das in ihn gesetzte Vertrauen auch zurückzahlen kann. "Ich will viele Tore schießen und angreifen", sagte der designierte Regisseur. Und, ganz wichtig: "Ich traue den Bayern auch in Europa etwas zu."

"Mit Mark und Owen angreifen"

Damit den Worten auch Taten folgen können, machte Hoeneß zum wiederholten Male deutlich, dass ein Verkauf von Owen Hargreaves an Manchester United weiter in die Rubrik "Ammenmärchen" falle. "Die Transfers sind endgültig abgeschlossen", betonte er und ergänzte: "Wir wollen mit Mark und Owen angreifen." Van Bommel hat immerhin schon bewiesen, dass er als "Feldmarschall" taugt. In 169 Ligaspielen für den PSV Eindhoven erzielte er 48 Treffer, in der Saison 2004/05 führte er den Klub bis ins Halbfinale der Champions League.

Schon vor der darauf folgenden Saison 2005/2 006 wollten die Münchner den Niederländer verpflichten - kamen aber zwei Tage zu spät: Van Bommel hatte Barcelona bereits zugesagt. Dort kam er auf 24 Einsätze in der Primera Division, aber lediglich zehnmal bestritt er die kompletten 90 Minuten. "Ich denke nicht, dass es ein schlechtes Jahr für mich war", behauptete van Bommel. Trainer Frank Rijkaard, immerhin sein Landsmann, habe jedoch eben "viele andere Optionen" gehabt.

So vollzog sich der Klubwechsel in der vergangenen Woche am Rande der 0:4-Testspiel-Niederlage der Münchner bei Barcelona auch sehr zügig. Nach einem Anruf von van Bommels Berater Rob Jansen sei die Sache "innerhalb von fünf Minuten" klar gemacht worden, sagte Hoeneß, nur die Verhandlungen mit "Barca" hätten ein wenig gedauert. Am Dienstag wird van Bommel nun erstmals an der Säbener Straße trainieren, zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz soll er am 9. September im Pokalspiel beim FC St. Pauli kommen.

© SID

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