Fußball Bundesliga
FSV Mainz wie im Rausch

dpa MAINZ. Dank der besten Saisonleistung und des überragenden Torjägers Mohamed Zidan hat der FSV Mainz 05 seine „Mission possible“ binnen zwei Wochen möglich gemacht und erstmals seit dem 8. Spieltag die Abstiegsränge der Fußball-Bundesliga verlassen.

Das Team von Trainer Jürgen Klopp bezwang in einem mitreißenden Match Energie Cottbus mit 4:1 (3:1). Selbst der erste Gegentreffer seit 314 Minuten durch Sergiu Radu (20.) konnte dem in der Rückrunde weiter unbesiegten FSV nichts anhaben, nachdem Leon Andreasen (7.) die frühe Führung besorgt hatte. Denn Zidan schaffte praktisch im Alleingang mit seinem ersten Bundesliga-Dreierpack (22./39., Foulelfmeter/60.) vor 20 000 begeisterten Zuschauern im Bruchwegstadion die Wende. „Das ist ein Super-Tag für uns“, sagte der strahlende Matchwinner Zidan.

Denn nach drei Siegen und einem Unentschieden in den ersten vier Partien in der Rückrunde, in die sie als „Schlusslicht“ mit sieben Punkten Rückstand auf die Nicht-Abstiegsränge gestartet waren, kletterten die Mainzer auf den 14. Platz. „Wir sind endgültig zurückgekehrt in den Kampf um den Klassenverbleib. Das Ganze wird aber bis zum Schluss eng bleiben“, sagte Klopp.

Für seinen Kollegen Petrik Sander riss dagegen eine Serie. Die Lausitzer, die den Ausfall ihres am Knie verletzten Kapitäns Kevin Mckenna auch durch Vragel da Silva nach abgelaufener Sperre nicht kompensieren konnten, kassierten trotz einer in der ersten Halbzeit ebenfalls starken Leistung die erste Niederlage in diesem Jahr und gerieten wieder tiefer in den Abstiegsstrudel. „In der zweiten Halbzeit konnten wir kein Bundesliga-Format nachweisen“, schimpfte Sander: „Das war ein Hühnerhaufen, der da hinten rumgelaufen ist.“

Derweil bleibt Mainz die Mannschaft der Stunde. Zum ersten Mal nach seinem Freigabe-Streit lief gegen Cottbus der zuvor für Barcelona SC in Ecuador spielende Kolumbianer Elkin Soto von Beginn an auf - und zeigte, was er kann. Mit seinem linken Fuß legte er Andreasen zu seinem zweiten Tor beim FSV, zu dem der Däne ebenso wie Zidan in der Winterpause von Werder Bremen gewechselt war. Gegen die vor der Pause stets gefährlichen Gäste, bei denen vor allem Stürmer Francis Kioyo den 05ern Mühe bereitete, übten die Fsver zwar weiter Druck aus. Dennoch kassierten sie den Ausgleich.

Nachdem Kapitän Dimo Wache einen strammen Freistoß von Vlad Munteanu (16.) noch pariert hatte, war er beim Gegentor durch Radu nach einem sehenswerten Pass von Timo Rost machtlos. Fast postwendend sorgte Zidan aber für die erneute Führung. Erst noch von Klopp an der Seitenlinie herzlich in den Arm genommen, nahm er selbst anschließend Maß nach einem Fabian-Gerber-Pass. Nehmen ließ sich Zidan auch den anschließenden Elfmeter nach Foul von Radu an Soto nicht - und vollstreckte. Doch damit nicht genug. Nach der Pause klärte Tomislav Piplica zwar noch gegen Petr Ruman (51.) und Zidan (56.). Doch danach musste der Keeper nach einem Klasse-Konter und dem dritten Treffer des ägyptischen Rückkehrers zu den Rheinhessen hinter sich greifen.

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