Fußball Bundesliga
Funkel: "Im Vorstand wird keiner unruhig"

Nach dem 0:3 gegen den VfL Bochum ist Eintracht Frankfurt wieder tief in den Abstiegsstrudel gerutscht. Trainer Friedhelm Funkel bleibt dennoch ruhig und sieht auch beim Vorstand keine hektische Betriebsamkeit.

Nach dem 0:3 gegen den VfL Bochum schwebt Eintracht Frankfurt wieder in akuter Abstiegsgefahr. Trainer Friedhelm Funkel steht indes noch nicht zur Disposition. Im aktuellen Interview beschreibt der Trainer die derzeitige Situation.

Frage: "Friedhelm Funkel, ihre Mannschaft hat beim 0:3 gegen den VfL Bochum im eigenen Stadion einen erschreckenden Eindruck hinterlassen. Erstmals gab es "Funkel-raus-Rufe" zu vernehmen. Zittern Sie um ihren Job?"

Friedhelm Funkel: "Im Vorstand wird keiner unruhig. Es gab auch Pfiffe gegen die "Funkel-raus-Rufe", das darf man ruhig auch einmal erwähnen. Natürlich sind wir die Verlierer des Spieltages. Aber wir werden den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken und die Ärmel hochkrempeln. Ich glaube an einen Erfolg nächste Woche in Dortmund, weil eine Mannschaft in der Regel nach einer Niederlage wieder besser spielt."

Frage: "Dennoch waren einige ihrer Spieler wie Marko Rehmer oder Benjamin Huggel gegen Bochum völlig überfordert. Die Pfiffe der Zuschauer gegen diese Spieler verunsicherte die gesamte Mannschaft. Haben Sie Verständnis für die Reaktionen der Fans?"

Funkel: "In der Regel bin ich ja ein Trainer, der seine Mannschaft verteidigt. Aber gegen Bochum haben wir die Pfiffe in der ersten Halbzeit auch verdient. Das war die schlechteste Halbzeit seit ich Trainer in Frankfurt bin, und das sind schon drei Jahre. Wir müssen das Vertrauen des Publikums in den kommenden Spielen zurückgewinnen."

Frage: "Albert Streit und der Brasilianer Chris sind unbestritten zwei der besten Fußballer bei der Eintracht. Ist es ratsam, auf beide im Abstiegskampf zu verzichten?"

Funkel: "Chris hat keinen Rhythmus. Bei Streit hat die Nichtnominierung nachvollziehbare Gründe. Er hat nicht gut trainiert, keinen Biss gezeigt. Jeder hat sich an Spielregeln zu halten, auch ein Albert Streit. Und wenn er die Regeln nicht einhält, ist er nicht dabei. Aber ich plane dennoch weiter mit ihm und glaube auch nicht, dass er seinen Abgang provozieren will."

Frage: "Täuscht das Gefühl, dass ein Großteil ihres Kaders den Abstiegskampf nicht richtig annimmt?"

Funkel: "Natürlich hat die Mannschaft den Abstiegskampf realisiert. Aber gegen den VfL haben wir Fehler gemacht, die wir hier noch nie erlebt haben. Ich werde im Training die Gespräche mit den Spielern suchen und wir werden die Fehler abstellen, damit wir es gegen Dortmund wieder besser machen."

© SID

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