Fußball Bundesliga
Funkstille zwischen Cottbus und Sander

Die Zukunft von Trainer Petrik Sander bei Energie Cottbus wird immer ungewisser. Das Präsidium reagierte auf die von Sander öffentlich geführte Diskussion über den Stand der Verhandlungen und legte diese auf Eis.

Zwischen Trainer Petrik Sander und der Vereinsführung von Bundesligist Energie Cottbus herrscht Funkstille. Das Präsidium der Lausitzer reagierte auf die von Sander öffentlich geführte Diskussion über den Stand der Vertragsverhandlungen und legte diese bis zur Winterpause auf Eis. Der Energie-Coach dagegen betonte gegenüber dem Sport-Informations-Dienst (sid), er habe von sich aus die Gespräche über eine Verlängerung des bis 2008 datierten Kontrakts abgebrochen.

Energie will sich nicht unter Druck setzen lassen

"Nach den großen gemeinsamen Erfolgen mit dem Aufstieg in die Bundesliga und dem Klassenerhalt hätten wir uns gewünscht, dass die von gegenseitigem Respekt geprägten Verhandlungen in aller Ruhe stattfinden", sagte Präsident Ulrich Lepsch. Der Versuch, öffentlich Druck auf dem Verein auszuüben, sei für den Klub nicht akzeptabel.

"Ich habe dem Verein vor einer Woche noch einmal meinen Wunsch geäußert, dass es bis zum Trainingsstart eine Einigung geben sollte. Dies ist nicht geschehen, deshalb führe ich vorerst keine Gespräche mehr", sagte Sander.

Sander: "Ich habe wichtigere Aufgaben zu erledigen"

Der 46-Jährige begründete seinen Rückzug aus den Verhandlungen damit, seine volle Konzentration auf die anstehende Arbeit richten zu wollen: "Ich habe wichtigere Aufgaben zu erledigen. Jetzt steht nicht die Person Petrik Sander, sondern das Ziel Klassenerhalt im Vordergrund."

Allerdings sind offensichtlich auch finanzielle Gründe für den Abbruch der Gespräche verantwortlich. "Ein Vertragsabschluss kann ausschließlich innerhalb unserer wirtschaftlichen Möglichkeiten zustande kommen", erklärte Manager Steffen Heidrich. Bereits zuvor hatte Präsident Lepsch betont, dass die Vorstellungen beider Parteien sehr weit auseinander lägen.

Trotz der Differenzen will Sander, der die Lausitzer 2006 in die Bundesliga geführt und in der vergangenen Saison vor dem Abstieg bewahrt hatte, die Brocken nicht hinwerfen: "Ich habe Vertrag bis 2008 und ich werde diesen professionell erfüllen." Ob er in den nächsten Monaten noch einmal in den Vertrags-Poker einsteigt, ließ der Coach aber offen.

Am Mittwoch bat Sander sein Team zwei Tage vor dem offiziellen Trainingsauftakt zu Laufbandtests und ärztlichen Untersuchungen. Erstmals mit dabei war auch Angreifer Dennis Sörensen. Der dänische Nationalspieler vom FC Midtjylland unterzeichnete einen Vier-Jahres-Vertrag und soll den zum VfL Wolfsburg gewechselten Sergiu Radu ersetzen.

© SID

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