Fußball Bundesliga
Furiose Bayern schießen sich für Basel warm

Bayern München hat sich den Frust über die Negativ-Erlebnisse der vergangenen Wochen von der Seele geschossen und mit einem 7:1 gegen Hoffenheim ordentlich Selbstvertrauen getankt.
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MünchenZauberfußball fürs Gemüt: Bayern München hat sich den Frust über die Negativ-Erlebnisse der vergangenen Wochen von der Seele geschossen und ordentlich Selbstvertrauen für die Champions League getankt. Drei Tage vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Königsklasse gegen den FC Basel, in dem der Rekordmeister ein 0:1 umbiegen muss, filettierte die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes das heillos überforderte 1899 Hoffenheim beim 7:1 (5:0) nach allen Regeln der Fußball-Kunst.

Mario Gomez (5., 35.), Arjen Robben (12./Foulelfmeter, 29.) und Toni Kroos (18.) krönten die Bayern-Gala in der ersten Halbzeit mit fünf Toren. Auch eine Fleischwunde am linken Knie, die er beim 1:0 erlitt, hinderte Gomez nicht an seinem 21. Saisontreffer (48.) und daran, zum elften Mal in einem Liga-Spiel mehr als zwei Tore zu erzielen. Nach einer knappen Stunde musste er aber mit einer Blessur am rechten Oberschenkel raus.

Franck Ribéry (58.) gelang dann beim 900. Bundesliga-Sieg der Münchner noch sein elftes Saisontor, womit er die mit Abstand höchste Niederlage in der jungen Hoffenheimer Bundesliga-Geschichte (bisher 0:4) besiegelte. Mit einem Eigentor sorgte dann der frühere Hoffenheimer Luiz Gustavo (85.) noch für Ergebniskosmetik. Für 1899-Trainer Markus Babbel, gebürtiger Münchner, war es im fünften Spiel auf der Hoffenheimer Bank die erste Pleite.

Dem FC Bayern war von der ersten Sekunde an anzumerken, wie sehr er auf Wiedergutmachung für die Niederlage in Leverkusen (0:2) brannte. Vor dem so wichtigen Spiel gegen Basel, das war offenbar jedem Spieler klar, musste das Krisengerede ein Ende haben. Die Bedeutung der Begegnung am Dienstag für die Bayern ist mit der abgegriffenen Floskel "Spiel des Jahres" nur unzureichend wiederzugeben. Die Chance aufs Heimendspiel am 19. Mai - sie darf nicht schon nach der Runde der letzten 16 vertan sein.

Der Wille, in Richtung Basel ein Zeichen zu senden, er war nach jedem der teilweise wunderbar herausgespielten Tore weiter erkennbar. Und so rannten die Bayern gegen überforderte und bemitleidenswerte Hoffenheimer an und an. Unter großem Jubel der 69.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena durfte sich ab der 62. Minute auch der wiedergenesene Bastian Schweinsteiger am Sturmlauf beteiligen. Gegen Basel soll der Vize-Kapitän wieder in der Startelf stehen.

Die ersten beiden Tore fielen über die linke Abwehrseite der Gäste, wo der frühere Münchner Edson Braafheid gegen Robben einen schweren Stand hatte. Eine Hereingabe von Thomas Müller konnte der unsichere Torwart Tom Starke nur nach vorne abklatschen, Gomez grätschte den Ball ins Tor, verletzte sich dabei aber leicht. Beim Elfmeter, den Marvin Compper an Philipp Lahm verursachte, guckte Robben Starke aus. Lahm spielte auf der rechten Abwehrseite für den kranken Rafinha.

Das 3:0 legte Ribéry, der mit David Aalaba auf der linken Seite sehr gut harmonierte, für Kroos auf. Dessen Schuss war wohl nicht unhaltbar, rutschte Starke aber über die rechte Hand. Robbens zweiten Treffer fiel nach klugem Pass von Ribéry bei einem Gegenstoß, Gomez' Kopfballtreffer zum 5:0 bereitete Ribéry ebenfalls vor. Nach einer Ecke von Robben machte Gomez per Kopf das halbe Dutzend voll, Ribéry traf nach Robbens Vorarbeit.

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