Fußball Bundesliga
Geldstrafen für Assauer und Peters

Wegen unrichtiger Darstellung von Bilanzen im Zusammenhang mit dem Wert des Parkstadions muss der ehemalige Schalker Manager Rudi Assauer ebenso wie Geschäftsführer Peter Peters laut Essener Staatsanwaltschaft zahlen.

Sein alter Job hat Rudi Assauer eingeholt. Der ehemalige Manager des Bundesligisten Schalke 04 muss wegen unrichtiger Darstellung von Bilanzen im Zusammenhang mit dem Wert des Parkstadions 35 000 Euro Geldstrafe zahlen. Aus dem gleichen Grund muss Schalkes Geschäftsführer Peter Peters 25 000 Euro zahlen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Essen am Donnerstag auf ihrer Internetseite mit.

"Die Staatsanwaltschaft Essen hat mit Zustimmung des zuständigen Amtsgerichts in Gelsenkirchen-Buer und der Beschuldigten vorläufig von der Erhebung einer Anklage abgesehen und den Beschuldigten die Zahlungen von Geldbußen auferlegt. Sollten die Beschuldigten die Auflagen erfüllen, wird das Verfahren endgültig eingestellt", heißt es in einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft.

Assauer zeigte sich nach dem Urteil erleichtert. "Ich bin froh, dass die Kuh vom Eis ist. Ich habe von Finanzen nicht viel Ahnung. Ich habe auf Bitten unseres Finanzchefs Josef Schnusenberg gehandelt. Wir zwei teilen uns jetzt brüderlich die Summe, die zu zahlen ist. Fest steht, ich habe niemanden gelinkt", sagte der langjährige Manager der Bild-Zeitung.

Die Ermittlungen gegen Assauer, der bei Schalke im Mai 2006 von allen Ämtern zurückgetreten war, und Peters wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung wurden unterdessen "mangels hinreichenden Tatverdachts" bereits eingestellt.

Die auf dem Grundstück des Parkstadions stehende Tribüne wurde mit einem Wert von 6,6 Mill. Euro zu einem Zeitpunkt in die Bilanz der Gesellschaft aufgenommen, als bereits der Gebäudeabriss begonnen hatte. Es habe sich jedoch in Bezug auf die Gmbh & Co KG um einen "reinen Formalverstoß ohne Auswirkung" gehandelt, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter. Soweit diese Werte im Jahresabschluss des Vereins Schalke 04 bilanziert wurden, falle dies unter keine Strafvorschrift.

Im Jahr 2003 hatte die Kommune das Grundstück im Stadtteil Buer-Erle, auf dem sich das Parkstadion befindet, für einen Euro an den FC Schalke verkauft und den Wert des Areals mit einer Million Euro beziffert. Schalke gründete daraufhin eine Parkstadion Gmbh und bewertete das Grundstück im Geschäftsbericht 2003 mit 15,6 Mill. Euro.

Bereits am Mittwoch waren die Verfahren gegen den Finanzvorstand des Klubs um Josef Schnusenberg wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung ebenso eingestellt worden wie die gegen zwei ehemalige leitende Vertreter der Stadt wegen des Verdachts der Untreue und der Beihilfe zur Steuerhinterziehung.

© SID

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