Fußball Bundesliga
Gladbach bleibt auf Champions-League-Kurs

Dank Joker Ibrahima Traoré hält Borussia Mönchengladbach vor dem „Endspiel“ um die direkte Champions-League-Qualifikation weiter alle Trümpfe in der Hand. Für Berlin wird es noch einmal eng im Kampf um den Klassenerhalt.
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BerlinEin spätes Tor des eingewechselten Ibrahima Traoré hat Trainer Lucien Favre mit Borussia Mönchengladbach im Rennen um den direkte Champions-League-Platz einen wichtigen Sieg beschert. Mit einem 2:1 (1:1) am 31. Spieltag der Fußball-Bundesliga bei Hertha BSC bleibt Gladbach in der Tabelle mit 60 Punkten im Fernduell vor Bayer Leverkusener (58) auf Rang drei. Für Berlin wird es noch einmal eng im Kampf um den Klassenerhalt. Mit 34 Zählern liegt Hertha nun nur noch vier Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsplatz. Und für die Borussia kommt es am nächsten Samstag in Mönchengladbach zum direkten Duell der Champions-League-Kandidaten mit Bayer Leverkusen

Max Kruse hatte die Gäste am Sonntagabend in der 11. Minute in Führung gebracht, Valentin Stocker glich vor 55 000 Zuschauern praktisch im Gegenzug aus (13.) - und Traoré stellte den Auswärtssieg zwölf Minuten nach seiner Einwechslung sicher (85.). Die nunmehr seit elf Spielen unbesiegten Gladbacher kamen mit viel Selbstbewusstsein in Olympiastadion - die letzte Niederlage kassierte die Mannschaft des früheren Hertha-Trainers Favre Anfang Februar beim 0:1 auf Schalke.

Der mit dem VfB Wolfsburg liebäugelnde Kruse setzte die ersten Signale. Dem Stürmer wurde erst ein Treffer wegen Abseits nicht anerkannt, kurz danch markierte er nach einem verheerenden Ballverlust von Per Skjelbred und Vorbereitung von Raffael doch sein zehntes Saisontor.

Doch die Berliner, seit Mitte Februar im eigenen Stadion unbesiegt, antworteten prompt: Nach einer Hereingabe von Genki Haraguchi köpfte Salomin Kalou den Ball an die Latte, der Schweizer Stocker reagierte schneller als Gladbach-Verteidiger Roel Brouwers und markierte sein drittes Saisontor. Die Gastgeber konnten sich so weiter kompakt in der Defensive aufstellen und kontern. Brouwers blockte Stockers Schuss im letzten Moment ab (22.). Auf der anderen Seite kann der nach auskurierter Rippenprellung ins Tor zurückgekehrte Thomas Kraft einen 20-Meter-Hammer von Granit Xhaka mit Mühe gerade noch über das Tor lenken (26.).

Favre und Hertha-Coach Pal Dardai, der in Berlin einst 55 Bundesligaspiele unter dem Schweizer bestritt, dirigierten ihre Teams an der Seitenlinie immer wieder lautstark. Beide Mannschaften profitierten bei besten äußeren Bedingungen auch von Fehlern des Kontrahenten. Nach Raffaels Fehlabspiel kam plötzlich Hertha-Verteidger Peter Pekarik frei zum Schuss, verzog aber (33.). Die größte Gelegenheit für die Gäste zur erneuten Führung vergab Xhaka. Nach risikovollem Rückspiel von Kalou und einem Querschläger von Hertha-Keeper Kraft schlenzte der 22 Jahre alte Schweizer den Ball am quasi leeren Berliner Tor vorbei (43.).

Nach der Pause riskierte Hertha ein wenig mehr - eröffnete damit allerdings erst einmal den Gladbachern die besseren Chancen. Ein 20-Meter-Freitoß von Fabian Johnson strich nur knapp am Berliner Tor vorbei, wenig später klärte Kraft gegen den US-Amerikaner. Dann scheiterten Kruse (63.) und Xhaka (66.) - das 2:1 für die deutlich überlegenen Gäste lag in der Luft. Auch bei weiteren Gladbacher Angriffsaktionen standen die Gastgeber mit dem Glück im Bunde. Kapitän Tony Jantschke verpasste das 2:1 nur knapp (66.). Allerdings hatte der Wahl-Berliner Stocker auch das Siegtor vor Augen, scheiterte aber an Borussen-Schlussmann Yann Sommer (74.).


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