Fußball Bundesliga
Gladbachs letzter Strohhalm

Ausgerechnet am Freitag den 13. braucht Borussia Mönchengladbach unbedingt einen Sieg. Im heimischen Nordpark empfangen die "Fohlen" zum Auftakt des 29. Spieltages den Hamburger SV zum Abstiegs-Gipfel.

"Freitag, der 13." löst bei vielen Menschen Panikattacken aus. Sie glauben daran, dass an diesem Tag etwas Schlimmes passiert. Die Profis des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach sollten sich nicht um das Datum scheren, wenn sie zum Auftakt des 29. Spieltages heute Abend (20.30 Uhr/live bei arena) den Hamburger SV empfangen. Bei sechs Punkten Rückstand auf das rettende Ufer greifen die heimischen "Fohlen" nach dem letzten Strohhalm. Doch auch die ebenfalls akut abstiegsbedrohten Hanseaten dürften bei einer Schlappe wieder Schwitzehändchen bekommen.

"Wir müssen gewinnen"

"Es ist klar, dass wir gewinnen müssen. Die Spiele werden schließlich immer weniger", meint Borussen-Coach Jos Luhukay. Sportdirektor Christian Ziege ergänzt: "Wir können den Abstieg noch vermeiden, aber dafür müssen endlich Siege her. Das Spiel am Freitag könnte der Beginn unserer benötigten Serie sein."

Dabei kann man sich in Gladbach über einen Mangel an Serien nicht beklagen. Allerdings sind diese meist mit dem Zusatz "negativ" versehen. In den vergangenen acht Spielen gab es nur einen Sieg, in der Anfangsviertelstunde konnte man als einzige Mannschaft der Liga noch kein Tor bejubeln und auswärts brachte man es gerade einmal auf fünf mickrige Punkte. Umso glücklicher ist man bei den Rheinländern, dass von den verbleibenden sechs Partien vier im eigenen Stadion ausgetragen werden. Dort holte man 20 Zähler.

Gladbach setzt auf die "Heimstärke"

"Wir haben die ersten vier Heimspiele der Saison gewonnen. Warum sollte uns das nicht auch in den letzten vier gelingen? Es wird schwierig, aber alles ist möglich", sagt Nationalspieler Oliver Neuville, der aufgrund seines Trainingsrückstandes gegen den HSV wohl aber erneut nur als Joker in Frage kommt. Dafür kehren der zuletzt gesperrte Peer Kluge und Michael Delura nach überstandener Knieverletzung in die Startelf zurück.

In Hamburg schleppt man derweil immer noch die Hypothek der desaströsen Hinrunde mit sich herum. Auch ein Zwischenspurt von vier Siegen in Folge brachte nicht die ersehnte Distanz zu den Abstiegsrängen. Zumal in den vergangenen vier Partien nur ein Dreier heraussprang und die 2:4-Pleite am vergangenen Wochenende gegen den VfB Stuttgart für erhebliche Ernüchterung sorgte.

"In Holland gibt es ein Sprichwort: Ein Esel stößt sich den Kopf kein zweites Mal", erklärt HSV-Trainer Huub Stevens, der sich seine Spieler nach der Niederlage gegen den VfB kräftig zur Brust genommen hatte und nun auf eine entsprechende Reaktion wartet: "Ich hoffe, die Niederlage war ein heilsamer Rückschlag. Den Spielern wurde zuletzt durch viele Einflüsse vermittelt, es ginge nicht mehr gegen den Abstieg."

Sorin kehrt zurück

Verzichten muss Stevens in Gladbach neben den langzeitverletzten Vincent Kompany, Guy Demel und Mario Fillinger auf Thimothee Atouba (Muskelfaserris) und den rotgesperrten Änis Ben-Hatira. Dafür könnte Juan Pablo Sorin (Magen-Darm-Grippe) gerade nach Atoubas Ausfall wieder eine Alternative auf der linken Seite sein.

© SID

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