Fußball Bundesliga
Gomez und Prinz sind "Fußballer des Jahres 2007"

Mario Gomez von Meister VfB Stuttgart ist zu Deutschlands "Fußballer des Jahres 2007" gewählt worden. Trainer des Jahres wurde Meistercoach Armin Veh, bei den Frauen siegte Birgit Prinz vom 1. FFC Frankfurt.

Die deutschen Sportjournalisten ziehen ihren Hut vor den Meister-Machern des VfB Stuttgart: Während sich Torjäger Mario Gomez bei der vom kicker durchgeführten und seit 1960 stattfindenden Wahl zum Fußballer des Jahres mit 196 Stimmen knapp vor Bremens Brasilianer Diego (175) und Leverkusens Bernd Schneider (156) durchsetzte, wurde Armin Veh (449) mit 228 Stimmen Vorsprung vor Nürnbergs Coach Hans Meyer (221) mit deutlicher Mehrheit zum Trainer des Jahres gekürt. Fußballerin des Jahres wurde mit 398 Stimmen zum siebten Mal in Folge Birgit Prinz vom 1. FFC Frankfurt.

Gomez: "Wirklich eine große Ehre"

Nationalstürmer Gomez, der in zwei Länderspielen bereits drei Treffer erzielte, wird vor dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft am 12. September in Köln gegen Rumänien als Fußballer des Jahres 2007 und damit als Nachfolger von Miroslav Klose ausgezeichnet. Gomez überkam nach Bekanntgabe seines Wahlsieges Gänsehaut. "Diese Wahl ist wirklich eine große Ehre für mich. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mir auf die ein oder andere Art und Weise geholfen haben, das in so jungen Jahren zu schaffen. Ich werde weiter alles dafür tun, mich weiterzuentwickeln und diesen Erfolg zu wiederholen", meinte der Deutsch-Spanier. Bundestrainer Joachim Löw, einer seiner Ziehväter, kommentierte die Wahl auf sid-Anfrage folgendermaßen: "Es ist eine besondere Auszeichnung, vor allem für einen so jungen Spieler und nach nur einer Saison. Er hat sich als Newcomer zu einem herausragenden Spieler entwickelt und zu Recht diese Wahl gewonnen."

Veh: "Dank gebührt meinem Trainerteam"

Bei der Abstimmung war die Wahl von Veh zum besten Trainer der Spielzeit 2006/2 007 absolut unumstritten. "Titel sind für einen Trainer immer etwas ganz Besonderes. Das ist eine tolle Anerkennung für die gute Arbeit in der vergangenen Saison", sagte der 46-Jährige Augsburger und fügte hinzu: "Diese Auszeichnung gilt aber nicht nur mir allein, großer Dank gebührt vor allem meinem Trainerteam, das mich in der täglichen Arbeit unterstützt - und meinen Spielern."

"Für Armin Veh freut es mich besonders, er stand Ende der vorletzten Saison und zu Beginn der vergangenen in der Kritik, hat seinen Weg und seine Arbeit aber konsequent fortgesetzt. Er hat konzeptionell gearbeitet und mit stoischer Ruhe und Konsequenz die Mannschaft zur Meisterschaft und ins Pokalfinale geführt", erklärte Löw, der selbst hinter Petrik Sander (Cottbus/39) auf Rang vier (32) landete.

Nun träumt der so hoch gelobte VfB-Coach Veh von erfolgreichen Champions-League-Abenden und dem Einzug in die Gruppenphase: "Wir wollen da nicht einfach nur so mitspielen. Wir wollen in die Gruppenphase. Spiele auf internationalem Parkett sind immer Highlights", meinte Veh, der die Trainer-des-Jahres-Trophäe am Freitag im Gottlieb-Daimler-Stadion vor dem Bundesliga-Auftakt gegen Vizemeister Schalke 04 (20.30 Uhr/live in der ARD und bei Premiere) entgegennehmen wird.

Prinz zum siebten Mal in Folge vorne

Doch weder Veh noch Gomez werden je an die Erfolgserie von Birgit Prinz heranreichen. Die dreimalige Weltfußballerin Prinz errang die begehrte Trophäe zum siebten Mal in Folge. Diesmal entschieden sich 398 Journalisten für die treffsicherste Nationalspielerin aller Zeiten (108 Treffer), ihre Frankfurter Teamkolleginnen Renate Lingor (85) und Steffi Jones (29) kamen auf deutlich weniger Stimmen.

Vom sportlichen Ruhestand ist Prinz, die am 30. August beim Länderspiel in Mainz gegen Norwegen ausgezeichnet wird, jedoch noch weit entfernt. Derzeit bereitet sich die 29-Jährige auf die WM 2007 vom 10. bis 30. September in China vor, wo sie mit der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den Titel erfolgreich verteidigen will. Die Krönung ihrer einzigartigen Laufbahn wäre der Olympiasieg 2008 in Peking, der einzige wichtige Titel, der der gelernten Physiotherapeutin in ihrer Sammlung noch fehlt.

© SID

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