Fußball Bundesliga
Grafite kommt nicht um fünf Spiele Sperre herum

Torjäger Grafite vom VfL Wolfsburg muss definitiv fünf Spiele wegen unsportlichen Verhaltens aussetzen. Das DFB-Sportgericht wies einen Einspruch seitens des Spielers ab.

Der VfL Wolfsburg muss im Endspurt der Bundesliga definitiv fünf Spiele ohne Torjäger Grafite auskommen. Eine entsprechende Sperre bestätigte das Sportgericht des deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der brasilianische Stürmer war im Punktspiel zwischen Wolfsburg und dem Hamburger SV am 22. März (1:1) wegen unsportlichen Verhaltens von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) in der Schlussminute des Feldes verwiesen worden. Gegen das vorherige Urteil des Einzelrichters hatte Grafite fristgerecht Einspruch eingelegt und eine mündliche Verhandlung vor dem Sportgericht beantragt.

"Einer der heftigsten Tritte dieser Bundesligasaison"

Hans Lorenz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts, bezeichnete die Unsportlichkeit Grafites als "einen der heftigsten Tritte dieser Bundesligasaison, der eine erhebliche und heute noch sichtbare Handverletzung von Joris Mathijsen zur Folge hatte". Der Tritt, so Lorenz, hätte dem HSV-Verteidiger "bei ungünstigem Verlauf die Hand brechen können".

Mathijsen hatte nach einem Zweikampf zunächst nachgetreten, Grafite revanchierte sich und trat auf dem Weg in die Kabine aus Wut noch in eine Werbebande. Er wird seinem Klub in den Spielen gegen Hannover 96 (5. April), beim 1. FC Nürnberg (11. April), gegen den VfL Bochum (15. April) und bei Bayer Leverkusen (27. April) nicht zur Verfügung stehen. Das erste Spiel saß er bei Hansa Rostock (1:0) am vergangenen Freitag ab.

© SID

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