Fußball Bundesliga: Große Bayern mit Respekt vor kleinen Mainzern

Fußball Bundesliga
Große Bayern mit Respekt vor kleinen Mainzern

Mit dem Spitzenspiel zwischen dem bislang ungeschlagenen FSV Mainz und Rekordmeister Bayern München wird der 6. Bundesliga-Spieltag fortgesetzt. In Bremen steigt das Nordderby.

Der FSV Mainz 05 gehört normalerweise nicht zu den Gegnern, die der große FC Bayern München auf Augenhöhe sieht. Doch vor dem 6. Spieltag steht die Bundesliga kopf. Der deutsche Meister ist heute (15.30 Uhr/Sky und Liga total! live) gegen den Überraschungs-Spitzenreiter zum Siegen verdammt, um im Rennen um den Titel nicht den Anschluss zu verlieren. Bei einer Niederlage im Topspiel hätte der FC Bayern schon zehn Punkte Rückstand auf das Sensationsteam aus Mainz, das in München selbstbewusst seinen sechsten Sieg in Folge anpeilt.

Doch den will der FC Bayern auch ohne seine Stars Franck Ribery und Arjen Robben verhindern. Der Rekordmeister nimmt den selbst ernannten Karnevalsverein längst ernst. "Sie haben bisher alles gewonnen, also sind sie eine Spitzenmannschaft. Das ist eine schöne Periode für so einen Verein. Es wird schwer für uns zu gewinnen. Mainz hat einen Glauben, der sehr hoch ist. Sie sind arbeits- und laufbereit", sagte Trainer Louis van Gaal am Freitag voller Respekt, fügte aber auch an: "Oben stehen im September heißt noch nichts."

"Die treten als Mannschaft stark auf und haben auch gute Einzelspieler", sagte Nationalspieler Philipp Lahm, der den Druck allein auf Seiten der Bayern sieht: "Wir haben zu viele Punkte liegengelassen. Deshalb müssen wir gegen Mainz gewinnen, sonst wird der Abstand einfach zu groß."

Ausfälle für Bayern keine Entschuldigung

Auch Thomas Müller lässt "überhaupt keinen Zweifel" daran, "dass wir das Spiel gewinnen müssen". Mainz habe zwar die bessere Form, "aber wir haben auf jeden Fall den besseren Kader". Dabei fehlen in Ribery und Robben gleich beide Mittelfeldstars der Bayern. Doch dies soll nicht als Ausrede herhalten. Die Ausfälle würden "nicht so schwer wiegen, wie es von außen scheint. Wir haben viele Alternativen", betonte Nationalspieler Müller.

In Mainz ist das Selbstvertrauen inzwischen so groß, dass auch ein Sieg in München nicht als abwegig gilt. "Wir werden uns etwas überlegen, um den Gegner vor eine schwierige Aufgabe zu stellen. Natürlich ist das für uns eine hohe Hürde. Die Bayern sind das Nonplusultra, aber wir dürfen mutig nach München fahren und uns was zutrauen. Die Bayern werden uns ernst nehmen", sagte Erfolgscoach Thomas Tuchel, dem selbst van Gaal "sehr gute Arbeit" bescheinigt.

Vor dem Spitzenspiel muss der Tabellenführer aber seine üblichen Abläufe ändern. Der FSV reist erst heute an, da wegen des Münchner Oktoberfestes kein geeignetes Hotel zu finden war. Wegen der "Wiesn" seien die Hotels nicht nur voll und teuer, erklärte Teammanager Axel Schuster. Es sei auch sehr laut in der Stadt. Abflug nach München ist nun am heutigen Morgen.

Zweites Topspiel steigt in Bremen

Neben dem Duell Bayern gegen Mainz steckt heute (18.30 Uhr/Sky und Liga total! live) zudem das Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV voller Brisanz. Beide Teams hinken den eigenen Ansprüchen hinterher und mussten unter der Woche bittere Niederlagen einstecken, weshalb schon vom Krisengipfel die Rede ist.

Besonders bei Werder hängt nach dem 1:4 in Hannover und dem Absturz auf Platz 14 der Haussegen schief. Bremen setzt gegen den HSV nun auf die Wirkung eines "Donnerwetters" am Mittwoch und auf die Rückkehr der längere Zeit verletzten Claudio Pizarro und Per Mertesacker. "Ich bin froh, dass sie wieder da sind, aber wir dürfen keine Wunderdinge erwarten", sagte Trainer Thomas Schaaf, der hofft, "dass wir zu unserem Spiel zurückfinden".

Darauf hofft auch der HSV, der in Spielen gegen die beiden weiteren Nordrivalen St. Pauli (1:1) und Wolfsburg (1:3) ins Stolpern geriet. Für Ze Roberto gibt es deshalb nur eins: "Wir müssen in Bremen gewinnen, sonst wird es schwierig."

© SID

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