Fußball Bundesliga
Hamburg bittet "alte Dame" zum Spitzenspiel

Mit sieben Begegnungen startet heute ab 15.30 Uhr der 16. Bundesliga-Spieltag. Der Hamburger SV empfängt dabei das Team von Hertha BSC Berlin zum Spitzenspiel. Schalke 04 trifft zuhause auf den FSV Mainz 05.

Viel Spannung verspricht der 16. Bundesliga-Spieltag, der am Samstag (15.30 Uhr/live bei Premiere) mit sieben Begegnungen startet. In einer turbulenten Woche mit der Kopfnuss-Affäre und der Entlassung von Norbert Meier in Duisburg setzte Trainer Ralf Rangnick auf der turnusmäßigen Pressekonferenz am Freitag vor dem Punktspiel gegen den FSV Mainz 05 noch einen drauf: Der "Professor" hat bekanntgegeben, seinen 2006 auslaufenden Vertrag bei Schalke 04 nicht verlängern zu wollen.

"Darauf habe ich keinen Bock mehr"

"Ich bin die politischen Possenspiele leid, darauf habe ich keinen Bock mehr", erklärte der 47-Jährige. Damit zog Rangnick die Konsequenzen aus der Hinhalte-Taktik der Königsblauen bei der Frage nach der Vertragsverlängerung.

Manager Rudi Assauer, nicht gerade ein Freund von Rangnick, gab sich überrascht: "Damit hat niemand gerechnet. Alle Versuche, ihn zu überreden und erstmal die sportliche Entwicklung abzuwarten, sind gescheitert. Teammanager Andreas Müller hingegen war wenig überrascht: "Es gab eine gewisse Tendenz, aber wir wollten eigentlich die Winterpause abwarten."

Lange Verletztenliste beim HSV

Angesichts der Aussicht auf einen Champions-League-Platz unter dem Weihnachtsbaum lässt der Kapitän des Hamburger SV, Daniel van Buyten, den Personalnotstand nicht als Alibi gelten. "Wir lassen uns Platz zwei nicht mehr nehmen", kündigte der Belgier vor dem Topspiel gegen die Hertha an. Neben Superstar Rafael van der Vaart, der nach seiner Operation am Knöchel aus dem Krankenbett in den Niederlanden die Daumen drückt, fehlen Stefan Wächter, Raphael Wicky, Bastian Reinhardt sowie der gesperrte David Jarolim. Zudem droht der Ausfall des angeschlagenen niederländischen Nationalspielers Khalid Boulahrouz. "Wir werden trotzdem eine schlagkräftige Truppe aufbieten", versprach Trainer Thomas Doll nach zuletzt drei Siegen in Folge.

Zwei Spieltage vor Ende der Hinrunde hat der HSV zwei Punkte Vorsprung auf Werder Bremen, das am 17. Spieltag Gastgeber im Nordduell ist und erst am Sonntag beim 1. FC Köln antritt. Mit einem Auge schielt Hamburg aber auch auf die Herbstmeisterschaft. Allerdings haben die Bayern, die Sonntag gegen Schlusslicht Kaiserslautern spielen, die allerbesten Karten.

Hertha mit neuem Selbstvertrauen

Hertha hat seinen Traum von der Qualifikation für die Champions League längst nicht aufgegeben, der Sieg in Leverkusen gab neues Selbstvertrauen beim Tabellenfünften. Und Trainer Falko Götz kehrte für den sportlichen Erfolg mit dem Eisernen Besen.

Alexander Madlung, der den verletzten Innenverteidiger Josip Simunic ersetzen soll, wurde am Donnerstag wegen mangelnder Einstellung mit Straftraining belegt. "Wenn er keine Lust hat, mit der Mannschaft zu trainieren, kann er das alleine tun", sagte Götz.

Stuttgart will sich "nicht blenden lassen"

In Wolfsburg haben VfL-Manager Thomas Strunz und VfB-Coach Trapattoni gegenwärtig nur eine Gemeinsamkeit: Sie sind mit Ihren Klubs weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Beim VfL stellt sich nach dem 1:5 in Mainz die Frage nach mannschaftlicher Geschlossenheit. "Wir werden beweisen, dass wir eine Einheit sind", sagte Strunz. Trapattoni mahnte sein Team zu Vorsicht: "Wolfsburg hat zuletzt ohne Selbstvertrauen gespielt. Wir lassen uns davon aber nicht blenden."

Zehn magere Punkte, Platz 17, die Kopfnuss-Affäre und die Trennung von Trainer Norbert Meier schweben über dem Kellerduell zwischen Duisburg und Arminia Bielefeld. Interimstrainer Heiko Scholz, der erstmals verantwortlich an der Seitenlinie eines Bundesligisten steht: "Es geht nicht um Personen, sondern um den Verein." Mit einem Sieg über Bielefeld könnte Scholz immerhin Bonuspunkte bei Klubchef Walter Hellmich sammeln.

Sousa bei Hannover wieder an Bord

In Hannover sollen die "Gute-Laune-Wochen" unter Trainer Peter Neururer gegen Borussia Mönchengladbach fortgesetzt werden. Sieben Punkte aus drei Spielen sind Neururers bisherige Bilanz. Hannovers Defensive ist durch Verletzungen und Sperren ausgedünnt, dafür kehrt der genesene Spielmacher Ricardo Sousa ins Team zurück. Neururer macht aus der Not eine Tugend: "Wir treten die Flucht nach vorne an." Mit einem Sieg könnte 96 an Gladbach vorbeiziehen. Den Borussen droht der Absturz ins graue Mittelmaß.

Der 1. FC Nürnberg kann mit einem Sieg gegen Bayer Leverkusen die historische 1 000-Punkte-Marke in der Bundesliga übertreffen. "Gemessen am Teamgefüge sind wir momentan nicht so weit weg von Leverkusen", sagt FCN-Trainer Hans Meyer nach bislang zwei Siegen aus drei Spielen. Ein weiterer Erfolg würde Nürnberg bis auf zwei Punkte an Bayer heranbringen. Deshalb warnt Leverkusens Michael Skibbe: "Uns muss klar, sein dass es auch schnell nach unten für uns gehen kann."

BVB bei selbstbewusster Eintracht zu Gast

Borussia Dortmund will die 0:2-Heimpleite gegen Hannover 96 im Gastspiel bei Eintracht Frankfurt auswetzen. Doch die Hessen strotzen angesichts von nur einer Niederlage aus den letzten sechs Spielen vor Selbstbewusstsein.

© SID

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