Fußball Bundesliga
Hamburgs Atouba muss vier Spiele aussetzen

Das DFB-Sportgericht hat Thimothee Atouba vom Hamburger SV wegen versuchten Ellbogenchecks mit einer Sperre von vier Bundesligaspielen belegt. Albert Streit von Eintracht Frankfurt wurde dagegen freigesprochen.

Das Verfahren gegen Mittelfeldspieler Albert Streit von Bundesligist Eintracht Frankfurt ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eingestellt worden. Thimothee Atouba vom Hamburger SV wurde dagegen im Einzelrichterverfahren wegen einer Tätlichkeit gegen Streit nachträglich mit einer Sperre von vier Meisterschaftsspielen belegt.

Ursprünglich sollte eine mündliche Verhandlung am Donnerstagmittag über die Bühne gehen. Nach den zwischenzeitlich durchgeführten weiteren Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses unter Vorsitz von Horst Hilpert (Bexbach) wurde der Sachverhalt aber offenbar geklärt, so dass im schriftlichen Verfahren entschieden und die auf Donnerstag anberaumte Verhandlung deshalb abgesetzt werden konnte.

Versuchter Ellbogencheck

Atouba wurde zum Verhängnis, dass Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) beim 2:1-Sieg der Hessen nur das Foul von Streit mit einem Freistoß bewertet hatte. Den versuchten Ellbogencheck von Atouba in Richtung Streit hatte Gräfe offenbar nicht gesehen, deshalb konnte der Kameruner vom DFB-Sportgericht nachträglich gesperrt werden.

Unterdessen sorgte Atouba sogar persönlich dafür, dass Streit einer Sperre entkam. Nach Aussage von Atouba habe ihn Streit nicht in die Genitalien gegriffen, sondern nur an der Sporthose gerissen.

Die Eintracht hatte zuvor dem DFB im Falle einer Bestrafung von Streit sogar mit dem Gang zum Weltverband Fifa gedroht. "Vor dem Weltfußballverband Fifa hat das Urteil gegen Streit sicher keinen Bestand. Ich bin selten sicher, in diesem Fall schon. Der Fall liegt relativ einfach, weil der Schiedsrichter das Vergehen mit einem Freistoß geahndet hat", hatte Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen vor der Entscheidung in der DFB-Zentrale erklärt.

"Auf Dauer ist diese Situation unerträglich"

Auch HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer hatte in die gleiche Kerbe geschlagen wie sein Frankfurter Kollege Bruchhagen und auf die Tatsachenentscheidung von Schiedsrichter Gräfe verwiesen: "Es gibt so viele Kommissionen und Räte, auf Dauer ist diese Situation unerträglich. Diese Szene hat sich direkt vor den Augen des Schieds- und Linienrichters abgespielt. Die haben die Situation bewertet, mit Foul für den HSV. Was ist das, wenn nicht eine Tatsachenentscheidung?"

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%