Fußball Bundesliga
Hannover sorgt beim KSC für Ernüchterung

Der Karlsruher SC hat sein erstes Heimspiel nach dem Aufstieg mit 1:2 (1:0) gegen Hannover 96 verloren. Mike Hanke und Hanno Balitsch drehten mit ihren Toren nach der Pause das Spiel zugunsten der Niedersachsen.

Hannover 96 hat Aufsteiger Karlsruher SC in der Bundesliga auf den Boden der Realität zurückgeholt. Fünf Tage nach dem 2:0-Erfolg bei Pokalsieger 1. FC Nürnberg verloren die Badener bei ihrer Heimpremiere trotz einer 1: 0-Pausenführung gegen die 96er noch 1:2 und verpassten die Chance, zumindest für ein paar Stunden erstmals seit dem 9. August 1997 wieder die Tabellenführung im Oberhaus zu übernehmen. Die Gäste dagegen verhinderten nach dem 0:1 gegen den Hamburger SV einen kompletten Fehlstart wie im vorigen Jahr und können jetzt mit mehr Ruhe der Reise zum Rekordmeister Bayern München am kommenden Samstag entgegensehen.

Hanke mit Tor und Vorlage

Maik Franz brachte den KSC in der 37. Minute 1:0 in Führung, Nationalstürmer Mike Hanke sorgte mit seinem ersten Tor für seinen neuen Klub ebenfalls per Kopf zunächst für den Ausgleich (55.). In der 75. Minute bereitete der Ex-Wolfsburger zudem den Siegtreffer von Hanno Balitsch mit einem Doppelpass mustergültig vor.

Vor 27 800 Zuschauern im ausverkauften Wildparkstadion begann der KSC sehr nervös. Vor allem die Defensive wirkte unsicher. Nach 40 Sekunden konnte Hannover eine Unsicherheit von KSC-Schlussmann Markus Miller nicht nutzen. In der fünften Minute rettete Christian Timm vor dem einschussbereitem 96-Spielmacher Arnold Bruggink. Die beste Möglichkeit vor der Pause für die Gäste vergab nach einer halben Stunde Balitsch, der den Ball zwar über Miller, aber auch über das Tor hob. Karlsruhe kam nach einer Viertelstunde zwar etwas besser in die Partie, leistete sich im Spielaufbau aber zu viele Fehler.

So fiel die Führung auch nach einer Standardsituation. Innenverteidiger Franz traf per Kopf nach einem Freistoß von Spielmacher Tamas Hajnal, der nach seinen zwei Toren in Nürnberg diesmal als Vorbereiter glänzte. Es war der erste Heimspieltreffer der Karlsruher in der ersten Liga seit dem 4:2 von Gunther Metz gegen den VfB Stuttgart am 2. Mai 1998.

KSC-Coach Edmund Becker, dessen Vertrag am Donnerstag vorzeitig verlängert worden war, vertraute der gleichen Startelf wie beim Sieg in Nürnberg. Auf der Gegenseite hatte Trainer Dieter Hecking die Anfangsformation im Vergleich zum HSV-Spiel gleich auf vier Positionen verändert. Der wieder genesene Frank Fahrenhorst rückte in die Innenverteidigung, Sören Halfar vertrat den angeschlagenen Michael Tarnat auf der linken Abwehrseite und Altin Lala sowie Benjamin Lauth spielten im Mittelfeld von Beginn an.

Rangelei mit Franz

Keine Änderung nahm Hecking im Angriff vor, wo erneut der zu Saisonbeginn verpflichtete Hanke erste Wahl war. Der Stürmer rechtfertigte seinen Einsatz mit einem Tor und einer Vorlage. Allerdings hatte Hanke auch Glück, dass er nach einer Rangelei mit Franz (39.) von Schiedsrichter Jochen Drees nur die Gelbe Karte sah.

© SID

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