Fußball Bundesliga
Hecking und Nürnberg wieder im Training

Neu-Trainer Dieter Hecking und der 1. FC Nürnberg sind zurück aus der Winterpause. Dabei fehlten den Franken Javier Pinola, Isaac Boakye, Matthew Spiranovic und Dario Vidosic.

Drei Spieler degradiert, fünf freie Tage gestrichen: Mit harter Hand vom ersten Arbeitstag an will der neue Trainer Dieter Hecking dafür sorgen, dass der 1. FC Nürnberg doch noch in der Bundesliga bleibt. Das Ende der kurzen Pause für die Profis hatte der Nachfolger des entlassenen Michael Oenning bereits bei seiner Präsentation um fast eine Woche verkürzt, und gleich beim ersten Training am Montag bekamen Peter Perchtold, Güngör Kaya und Tomasz Welnicki seine raue Seite erneut zu spüren: Hecking schickte das Trio zur zweiten Mannschaft in die Regionalliga.

Dass diese Maßnahmen am 8. Mai im Klassenerhalt münden, wollte Hecking gleichwohl nicht versprechen. "Eine Garantie kann ich nicht geben. Es wäre vermessen, wenn ich sagen würde, dass nun alles toll ist, weil der Hecking da ist", sagte er. Immerhin einem Nürnberger zeigte Hecking aber seine freundliche Seite: Den 20 Jahre alten Abwehrspieler Philipp Wollscheid holte er von den Amateuren zu den Profis. Wollscheid soll auch am 2. Januar mit ins Trainingslager ins türkische Belek fliegen, wo der FCN bis zum 9. Januar trainiert.

Bis dahin habe nun jeder seiner Spieler "die Chance, mir etwas anzubieten", sagte Hecking, der vor dem Aufbruch ins Trainingslager über mögliche weitere Degradierungen entscheiden wird. Keine Sorgen muss sich dabei Peer Kluge machen - zumal es den Mittelfeldspieler nach Schalke zieht. Am Montag war Kluge, anders als die verhinderten Javier Pinola, Isaac Boakye, Matthew Spiranovic und Dario Vidosic, beim Vorbereitungsstart aber noch dabei.

Nilsson, Vranjes und Michael Görlitz auf der Wunschliste

"So lange es keinen Ersatz gibt, wird keiner abgegeben", sagte Martin Bader über Kluge. Der Manager plant, in der Winterpause bis zum Rückrundenstart am 17. Januar mit dem Spiel auf Schalke noch ein paar Neue zu holen. Neben Verteidiger Per Nilsson (1 899 Hoffenheim) stehen angeblich Jurica Vranjes von Werder Bremen und der frühere Nürnberger Michael Görlitz vom schwedischen Erstligisten Halmstads BK auf der Wunschliste der Franken.

Hecking warnte aber vor den Risiken bei Zukäufen während der Saison. "Wintertransfers sind keine einfachen Transfers. Spieler zu bekommen, die spielerisch, charakterlich und wirtschaftlich passen, ist nicht leicht. Deshalb werden wir sicher nur dann aktiv, wenn wir zu 100 Prozent davon überzeugt sind, dass es dann sofort passt. Aber wir denken natürlich darüber nach, ob wir noch auf der einen oder anderen Position etwas machen", sagte er.

Hecking lockt 1 500 Kiebitze an

Verzichten musste Hecking bei seiner ersten Einheit vor etwa 1 500 Zuschauern am Valznerweiher noch auf vier Spieler. Pinola weilt aus familiären Gründen noch in Argentinien, Bader hat ihm "ein, zwei Tage Verspätung" zugestanden. Stürmer Boakye hat Probleme mit seinem Rückflug aus Ghana, und die Australier Vidosic und Spiranovic stehen im Kader ihres Nationalteams für das Asien-Pokal-Qualifikationsspiel gegen Kuwait am 6. Januar.

Während die "Aussies" in Belek fehlen werden, sollen Pinola und Boakye am 2. Januar im Flieger in die Türkei sitzen. Der FCN spielt am 5. Januar in Belek gegen den MSV Duisburg, am 10. Januar tritt er beim FC Augsburg an.

© SID

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