Fußball Bundesliga
Heiko Herrlichs Debüt gegen Frankfurt misslingt

Der VfL Bochum war auch unter dem neuen Trainer Heiko Herrlich nicht erfolgreich. Bei Eintracht Frankfurt verloren die Westfalen 1:2 (1:1) und bleiben auf einem Abstiegsplatz.

Für Bundesliga-Novize Heiko Herrlich ist der Traum vom perfekten Einstand geplatzt: Beim Debüt des 37-Jährigen auf der Bank des VfL Bochum verlor der abstiegsgefährdete Revierklub nach schwacher Leistung mit 1:2 (1:1) bei Eintracht Frankfurt und verharrt nach dem elften Spieltag weiter als Tabellenvorletzter auf einem Abstiegsplatz. Ein Sonntagsschuss von Caio (14.) und ein Kopfballtreffer von Maik Franz (53.) besiegelten die siebte Saisonniederlage der Bochumer, die zuletzt am 25. September (1:0 in Nürnberg) als Sieger das Feld verlassen hatten.

"Die Niederlage tut weh. Aber es gibt trotzdem positive Ansätze. Ich kann meiner Mannschaft vom Einsatz her keinen Vorwurf machen, aber ich weiß auch, dass ich an Punkten gemessen werde. Die brauchen wir jetzt schnellstens. Wir müssen hart daran arbeiten, dann kommen auch die Erfolgserlebnisse", gab sich Herrlich nach dem Spiel optimistisch.

Bezeichnend für die Harmlosigkeit der Gäste war, dass ein Eigentor des späteren Torschützen Franz (25.) für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt hatte. Zudem sah Spielmacher Shinji Ono (80.) nach zwei Fouls innerhalb einer Minute die Gelb-Rote Karte. Den Frankfurtern indes gelang durch den erst zweiten Heimsieg die angekündigte Wiedergutmachung für die Pokalpleite gegen Bayern München (0:4).

Trotz des Trainerwechsels präsentierten sich die Bochumer in einem durchwachsenen Spiel vor 37 500 Zuschauern zunächst stark verunsichert und ließen jegliche Kreativität im Mittelfeld vermissen. Der Schachzug von Herrlich, in der Offensive Zlatko Dedic für Diego Klimowicz und Dennis Grote für Paul Freier aufzubieten, fruchtete zunächst nicht. Der verletzte Ideengeber Mimoun Azaouagh (Muskelverhärtung), den Joel Epalle ersetzte, fehlte an allen Ecken und Enden.

Den engagierten Frankfurtern indes war anzumerken, dass sie Wiedergutmachung für die jüngste Pokal-Pleite betreiben wollten. Nach einem Kopfball von Stürmer Nikos Liberopoulos (12.) an die Latte machte es Caio nur zwei Minuten später besser. Der Brasilianer versenkte einen Freistoß aus knapp 30 Metern zur Frankfurter Führung. VfL-Torwart Philipp Heerwagen machte bei dem Aufsetzer eine unglückliche Figur.

Die harmlosen Bochumer mühten sich in der Folge zwar, zeigten aber besonders im Mittelfeld wenig Kreativität. Chancen für die Herrlich-Elf sprangen zunächst keine heraus. Anders die überlegenen Gastgeber, bei denen Liberopoulos erneut mit einem Kopfball nach Flanke von Spielführer Christoph Spycher nur den Pfosten traf (25. ).

Quasi im Gegenzug sorgte ausgerechnet Franz für den überraschenden Ausgleich, als er eine Hereingabe von Epalle über den verdutzten Keeper Oka Nikolov mit dem Knie ins eigene Tor bugsierte. Bereits bei der Pokal-Blamage am vergangenen Mittwoch hatte Verteidiger Franz drei Gegentreffer verschuldet.

Doch der Ex-Karlsruher schlug auf seine Weise zurück. Nach Vorarbeit von Chris im Anschluss an eine Ecke von Patrick Ochs köpfte Franz sein zweites Saisontor und brüllte sich danach den aufgestauten Frust von der Seele. Die Eintracht ruhte sich nicht auf der Führung aus. Alexander Meier (65.) verzog nach einer starken Einzelaktion nur knapp aus spitzem Winkel.

© SID

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