Fußball Bundesliga
Heiße Phase im Poker um Torjäger Gomez

Im knallharten Poker um Torjäger Mario Gomez bahnt sich eine baldige Entscheidung an und ein Wechsel zum FC Bayern rückt immer näher. Nach der verpassten Meisterschaft könnte es beim deutschen Fußball-Rekordmeister zugleich den einen oder anderen harten Einschnitt im Kader geben. Vorstandschef Rummenigge kündigt ein Transferoffensive an.

HB MÜNCHEN. "Wir waren in der Vergangenheit sehr kulant. Aber wenn es Spieler gibt - auch mit laufenden Verträgen - die nicht FC Bayern-like sind, dann werden wir uns trennen", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in der Tageszeitung "tz". "Wir werden das nicht mehr so ansehen. Es wird Zu-, aber auch Abgänge geben."

Im Poker um den Stuttgarter Wunschstürmer Mario Gomez sind die Münchner nach Aussage von Manager Uli Hoeneß "relativ optimistisch". "Wir haben uns zusammengesetzt und ich habe ihm seine Möglichkeiten aufgezeigt. Wir werden noch abschließende Gespräche führen", bestätigte Berater Uli Ferber der Nachrichtenagentur dpa Gespräche mit seinem besonders heftig von den Münchnern umworbenen Schützling. Ob der Stürmer des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart zum deutschen Rekordmeister oder zu einem ausländischen Top-Club wechselt, werde in den nächsten Tagen bekanntgegeben. "Wir haben keinen Zeitdruck", versicherte Ferber und räumte auch dem VfB, bei dem Gomez bis 2012 unter Vertrag steht, noch Chancen ein. "Mario wird die Entscheidung treffen, die für ihn am besten ist."

Bayern-Manager Uli Hoeneß, der sich nach dem Süd-Gipfel am entschiedensten für eine Verpflichtung des begehrten Nationalspielers stark gemacht hatte, rechnet offensichtlich fest mit einer Einigung des zwischen 30 und 35 Mill. Euro teuren Top-Stürmers: Er rechne mit einer zeitnahen Entscheidung, sagte Hoeneß der Münchner "tz". "Und bei ihm wissen wir, eine Entscheidung ist eine Entscheidung. Das hat bei ihm Handschlags-Qualität."

Ferber erklärte, dass wohl "im Lauf der Woche" die Angelegenheit unter Dach und Fach gebracht werden solle. Gomez fliegt zwar am 26. Mai mit der Nationalmannschaft nach Shanghai und Dubai zu Freundschaftsspielen. Aber auch während dieser Reise könnte die sportliche Zukunft des 23 jahre alten Schwaben mit spanischen Wurzeln festgezimmert werden. "Ich weiß nicht, ob Mario das in der Zeit will", sagte Ferber. Interesse haben nicht nur der VfB und Bayern, auch Real Madrid, AC Mailand und Manchester City spielen bieten in dem Millionen-Deal mit. Sein Berater heizte das Wettbieten weiter an: "Mario ist ja immer begehrt gewesen."

Rein finanziell gesehen haben die Stuttgarter wegen der verpassten direkten Qualifikation für die Champions League dabei die schlechtesten Karten. Aber Gomez hatte mehrfach klar gemacht, dass bei einem Wechsel "alles passen" müsse. Dazu gehören neben den sportlichen Perspektiven und einem entsprechenden Gehalt auch eine angenehme Atmosphäre im Verein.

Indes mischte sich auch Joachim Löw in den Fall ein. "Bei Mario könnte ich mir auch vorstellen, dass er in jungen Jahren ins Ausland geht", sagte der Bundestrainer. "Mal bei einem Kaffee" wolle er sich mit Gomez zusammensetzen und im Rahmen des DFB-Trips informieren. "Das Erreichen der Champions-League-Qualifikation ist sicherlich ein Vorteil für den VfB. Mario fühlt sich wohl beim VfB. Ich weiß, dass der VfB alles daran setzt, ihn zu halten", meinte Löw weiter.

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