Fußball Bundesliga
Heldt: "Das war der absolute Wahnsinn!"

Nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft war Stuttgarts Manager Horst Heldt kaum noch zu halten: "Das war der absolute Wahnsinn", jubelte Heldt, "jetzt freue ich mich auf das Pokalfinale in Berlin."

Nach dem 2:1-Sieg gegen Cottbus hat sich ein ausgelassener Stuttgarter "Meister-Manager" Horst Heldt den Fragen der Journalisten gestellt.

Frage: "Horst Heldt, am Samstagabend säumten 250 000 Menschen die Straßen in Stuttgart, um die erste Meisterschaft des VfB seit 15 Jahren zu feiern. Haben Sie so einen euphorischen Triumphzug schon einmal erlebt?"

Heldt: "Nein, das war der absolute Wahnsinn. Das ist für die ganze Stadt das zweite Sommermärchen. So einem Abend muss man einfach auskosten, denn niemand hatte uns doch so wirklich auf der Rechnung."

Frage: "Wann haben Sie in der abgelaufenenen Saison zum ersten mal daran geglaubt, Meister werden zu können?"

Heldt: "Nach dem Sieg gegen Cottbus. Nein, jetzt mal im Ernst. Den big point haben wir mit dem Sieg in Bochum gesetzt, als wir das Spiel noch gedreht haben. Uns war klar, wenn wir die letzten vier oder fünf Spiele alle gewinnen, dass wir eine gute Chance haben, Meister zu werden. Das haben wir ja auch geschafft."

Frage: "Zum Ende der vergangenen und zu Beginn dieser Saison stand Trainer Armin Veh arg in der Kritik. Warum haben Sie entgegen anderer Strömungen im Verein weiter zum Coach gehalten, der von Aufsichtsratsboss Dieter Hundt zunächst nur als Übergangslösung bezeichnet worden war?"

Heldt: "Sicher gab es im letzten Jahr auch eine schlechte Phase. Aber ich war immer überzeugt davon, dass wir den richtigen Trainer haben. Auch in der Vorbereitung auf diese Saison, als wir fast jedes Spiel verloren haben. Ich hatte einfach immer das Gefühl, dass Armin Veh der richtige Trainer für den VfB ist. Deshalb habe ich mich von außen auch nicht beeinflussen lassen."

Frage: "Nach dem Gewinn der Meisterschaft hat der VfB am kommenden Samstag gegen den 1. FC Nürnberg noch die Chancen auf das erste Double in der 114-jährigen Vereinsgeschichte. Glauben Sie, dass sich die Mannschaft nach dieser unglaublichen Feier noch einmal richtig motivieren kann."

Heldt (lacht): "Davon bin ich überzeugt, auch wenn wir gegen Nürnberg in der Bundesliga zweimal verloren haben und deshalb klarer Außenseiter sind. Ich bin jetzt auf jeden Fall ganz entspannt und freue mich auf das Pokalfinale in Berlin. Die Krönung der Saison war ohnehin der Meistertitel."

© SID

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