Fußball Bundesliga
Hertha-Aufsichtsratsboss dementiert Finanzprobleme

Der Aufsichtsratsvorsitzende von Hertha BSC Berlin, Prof. Dr. Rupert Scholz, hat die angeblich akuten Finanzprobleme des Klubs dementiert. "Von einer drohenden Pleite kann überhaupt keine Rede sein", sagte Scholz.

Die finanzielle Situation bei Hertha BSC Berlin ist offenbar doch nicht so angespannt wie befürchtet. Prof. Dr. Rupert Scholz hat als Aufsichtsratsvorsitzender des Bundesligisten die akuten finanziellen Probleme des Klubs dementiert. "Von einer drohenden Pleite kann überhaupt keine Rede sein. Wir können die wirtschaftliche Situation sehr beruhigt sehen. Der Klub betreibt eine verantwortliche Politik", sagte der frühere Bundesverteidigungsminister in der Sendung "Sportplatz" im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB).

Zuvor hatte der Sender von einem drohenden finanziellen Kollaps berichtet und beruft sich dabei unter anderem auf Jochen Esser, den finanzpolitischen Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen. Demnach soll der Berliner Senat die Hertha als Mitbetreiber des Olympiastadions von ihren finanziellen Verpflichtungen befreit haben. "Der Berliner Senat und Senator Böger haben uns erklärt, dass die Zahlungsverpflichtungen erlassen werden müssen, weil die Existenz des Vereins und die Frage der Bundesliga-Lizenz auf dem Spiel stehen", sagte Esser dem RBB.

"Verbindlichkeiten zwischen zehn und 20 Mill. Euro"

Scholz sprach unterdessen von "Verbindlichkeiten zwischen zehn und 20 Mill. Euro" und nicht von knapp 35 Mill. Euro, wie in der Vergangenheit mehrfach berichtet wurde. "Man muss auch die Werte dagegenstellen. Die sind viel höher als der Schuldenbetrag", sagte der 68-Jährige.

Dass der Klub in seiner finanziellen Handlungsfreiheit eingeschränkt sei, wollte auch Scholz nicht dementieren. "Bis auf Bayern München gibt es keinen Bundesliga-Klub, der nicht knapp gestellt ist. Das hat aber zwei Gründe, einmal der Rückgang der TV-Gelder und andererseits die Tatsache, dass wir sehr viel Geld in die Infrastruktur gesteckt haben."

© SID

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