Fußball Bundesliga
Hertha siegt beim Heim-Debüt von Trainer Favre

Hertha BSC Berlin hat am zweiten Bundesliga-Spieltag die ersten drei Punkte der Saison eingefahren. Die Hauptstädter besiegten den Meister VfB Stuttgart 3:1 (0:1). Chahed, Fathi und Okoronkwo drehten die Partie.

Der deutsche Meister VfB Stuttgart hat am zweiten Bundesligaspieltag die erste Niederlage kassiert. Die Schwaben verloren acht Tage nach dem 2:2 gegen Schalke 04 bei Hertha BSC 1:3 (1:0) und haben mit einem Punkt aus zwei Spielen einen Fehlstart hingelegt. Für den VfB war es die erste Liga-Niederlage seit fünf Monaten und einem Tag, in Berlin kann Stuttgart nun seit 1991 nicht mehr gewinnen.

Nationalspieler Thomas Hitzlsperger brachte die Gäste mit einem strammen 26-Meter-Schuss nach 15 Minuten in Führung, Sofian Chahed machte das 1:1 per Foulelfmeter (51.), nachdem der Mexikaner Pavel Pardo den Brasilianer Lucio von den Beinen geholt hatte (51.). Das 2:1 schoss Malik Fathi nach einer Lucio-Ecke (65.), und Solomon Okoronkwo sorgte nach 80 Minuten für den Endstand.

Für Hertha war es der erste Heimsieg seit dem 3. Februar und zugleich der erste "Dreier" beim Heimdebüt des neuen Trainers Lucien Favre, von dessen Schultern eine enorme Last abfiel. Denn die Kritik an seiner und der Transferpolitik von Manager Dieter Hoeneß war nach der Auftaktniederlage in Frankfurt unter der Woche enorm gewachsen.

Beide Mannschaften boten in der ersten Hälfte den 46 000 Zuschauern nur magere Kost. Ohne gelungene Kombinationen waren es meist Einzelaktionen, aus denen auf beiden Seiten wenig Torgefahr resultierte. Sie endeten oft in den gut gestaffelten Abwehrreihen des Gegners. Es brauchte einen Fernschuss von Hitzlsperger, um Hertha-Keeper Jaroslav Drobny zu bezwingen. Dabei war der Tscheche chancenlos.

Es dauerte bis zur 36. Minute, ehe auch Hertha durch einen 28-Meter-Schuss von Pal Dardai seine erste Chance hatte, doch VfB-Torhüter Raphael Schäfer war zur Stelle.

Trainer Armin Veh musste in seiner 50. Bundesligapartie als VfB-Coach seinen Meistersturm mit Nationalspieler Mario Gomez und Cacau ersetzen. Zudem fehlte überraschend der Ex-Berliner Yildiray Bastürk, der nicht im Kader stand.

Bei Berlin überraschte Favre mit Stürmer Okoronkwo, der den Polen Lukasz Piszczek ersetzte. Auch der unter der Woche vom FC Zürich verpflichtete Abwehrspieler Steve von Bergen nahm nur auf der Bank Platz. Der Foulelfmeter zu Beginn der zweiten Halbzeit schien für Hertha wie eine Initialzündung. Fortan taten die Berliner deutlich mehr fürs Spiel und kamen verdient zu ihren Toren. Stuttgart dagegen schien geschockt und hatte nichts mehr entgegenzusetzten.

© SID

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