Fußball-Bundesliga
Hertha siegt in letzter Minute

In letzter Minute hat Nando Rafael Hertha BSC Berlin einen Pflichtsieg gegen Aufsteiger MSV Duisburg und den Sprung in die Spitzengruppe der Bundesliga beschert. Der gebürtige Angolaner und deutsche U21-Nationalspieler sicherte den Berlinern mit seinem Kopfballtor in der 90. Minute einen 3:2 (1:1)-Erfolg, Hertha kletterte mit nun elf Punkten auf den vierten Tabellenplatz. Der serbische Nationalspieler Marko Pantelic mit seinem zweiten Saisontor (6.) und Marcelinho per Foulelfmeter (71.) hatten zuvor die Tore für die Gastgeber erzielt, Ivica Grlic (32.) und Marino Biliskov (53.) markierten die Treffer für die "Zebras".

Vor rund 30 000 Zuschauer strotzten die Hausherren nach drei Pflichtspielsiegen ohne Gegentor zunächst vor Selbstvertrauen. In der sechsten Minute sorgte gleich der erste sehenswerte Angriff über Yildiray Bastürk, Ellery Cairo und Marcelinho für die Führung. Pantelic hatte aus kurzer Distanz keine Mühe einzuköpfen. Die Hertha war in der Anfangsphase klar überlegen und besaß 67 Prozent der Ballkontakte.

Unerklärlicherweise ließen sich die Berliner ab der 20. Minute zurückfallen und ermöglichten den bis dahin schwachen Gästen erste Chancen. Zunächst scheiterte der erstmals in dieser Saison von Beginn an spielende Dirk Lottner per Distanzschuss (25.), sieben Minuten später aber staubte der aufgerückte Grlic nach einem Konter zum 1:1 ab. Hertha-Keeper Christian Fiedler musste erstmals wieder nach 555 Minuten den Ball aus dem eigenen Netz holen. Erst kurz vor der Pause setzten die Berliner, die auf die angeschlagenen Bastürk (Schulterprellung) und Niko Kovac (Muskelverletzung) zurückgreifen konnten, nur den gelb-rot-gesperrten Gilberto ersetzen mussten, wieder ein Ausrufezeichen. Marcelinho vergab jedoch per Distanzschuss. Im Gegenzug rettete Fiedler mit einem tollen Reflex gegen einen Kopfball von Abdelaziz Ahanfouf.

Nach dem Wechsel blieben zunächst die Gäste tonangebend. Nach einer Ecke von Grlic schaltete Biliskov am schnellsten und wuchtete den Ball vom Kurzpfosten unhaltbar für Fiedler zum 2:1 in die Maschen. Erst Mitte der zweiten Halbzeit erwachten die Berliner aus ihrer herbstlichen Lethargie und wehrten sich gegen die drohende Heimniederlage. Zunächst vergab der eingewechselte Nando Rafael (66. ) nach schönem Zuspiel von Pantelic mit einem Gewaltschuss, doch fünf Minuten später fiel der gerechte Ausgleich. Der aufgerückte Berliner Abwehrspieler Malik Fathi konnte bei seinem Vorstoß in den 16-Meter-Raum von dem Ex-Rostocker Razundara Tjikuzu nur unfair gebremst werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Brasilianer Marcelinho gewohnt sicher.

© SID

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