Fußball Bundesliga
Hertha-Trainer Favre sieht Wechsel als perfekt an

Trainer Lucien Favre sieht seinen Wechsel zu Bundesligist Hertha BSC Berlin als perfekt an und rechnet nicht mit weiteren Komplikationen aufgrund seiner Ausstiegsklausel. "Für mich ist alles klar. Mein Wechsel ist perfekt", sagte der 49-Jährige bei seiner Präsentation Samstagmittag in Berlin.

Hertha-Manager Dieter Hoeneß hat ebenfalls alle Vorbehalte von Favres Ex-Klub FC Zürich zurückgewiesen: "Es ist alles geregelt. Lucien Favre hat den FC Zürich davon unterrichtet, dass er von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch machen wird. Wir werden mit dem Klub in der nächsten Woche reden." Eine Pokerrunde um die Ablösesumme befürchtet Hoeneß nicht: "Die Summe ist vertraglich festgelegt. Da kann nichts mehr passieren."

Ablösesumme liegt angeblich bei 200 000 Euro

Angeblich muss Hertha 200 000 Euro bezahlen, um den Trainer aus seinem bis 2008 laufenden Vertrag zu bekommen. Zürichs Präsident Ancillo Canepa hatte am Freitag in einem Interview für Verwirrung gesorgt: "Favre kann den Vertrag nur auflösen, wenn der FC Zürich einverstanden ist", sagte er.

Über die sportlichen Ziele bei seinem neuen Klub wollte sich Favre nicht äußern: "Ich muss zunächst einmal die Mannschaft kennenlernen." Auch über mögliche Neuverpflichtungen hielt sich der Trainer bedeckt: "Ich habe mir zu Hause und im Flugzeug einige Dvds von Herthas Spielen angeschaut. Ich kenne einige Spieler, doch es wäre jetzt noch zu früh zu sagen, auf welcher Position wir uns verstärken müssen."

Bei seiner Präsentation gestand der 24-malige Nationalspieler, dass ihm der Wechsel "schwer gefallen" sei. "Alles ist sehr schnell gegangen. Vor einer Woche habe ich noch den Meistertitel mit dem FC Zürich gefeiert, jetzt habe ich für drei Jahre in Berlin unterschrieben." Doch letztendlich wolle jeder Trainer der Schweiz "auch mal im Ausland arbeiten. Da konnte ich nicht ablehnen."

"Ich möchte hier erst einmal Leistung abliefern"

Bei seinem neuen Klub hat Favre auf eine Ausstiegsklausel verzichtet: "Ich möchte hier erst einmal Leistung abliefern. Auch beim FCZ habe ich erst nach drei Jahren über eine Ausstiegsklausel geredet." Einige Spieler wie Kevin Boateng und Christian Gimenez seien ihm bekannt, mit Marko Pantelic habe bereits sein Sohn zusammengespielt. Favres Gehalt soll bei knapp einer Mill. Euro liegen und damit das Dreifache seines früheren Salärs betragen.

Nach seiner Präsentation flog Favre zunächst zurück in die Schweiz. "In drei Tagen bin ich wieder zurück", sagte er. Dann wolle er die Infrastruktur rund ums Olympiastadion kennenlernen. "Die Stadt Berlin hat mich schon immer schon fasziniert. Ich weiß gar nicht genau, warum", verriet der zweifache Vater, der von seiner Frau Chantal begleitet wurde. Am 25. Juni ist Trainingsstart. Fraglich blieb noch, ob ihn sein langjähriger Co-Trainer Harald Gämperle folgen wird.

"Spätestens bis am 31. August zum Ende der Transferliste steht der Kader", erklärte unterdessen Manager Hoeneß. Zwei bis maximal drei Spieler wollen die Berliner noch holen. "Aber ich finde es auch sympathisch, dass Lucien Favre nicht um alles in der Welt neue Spieler haben will. So haben unsere jungen Spieler wieder gute Chancen", sagte Hoeneß, der sich im Mannschaftskreis Zustimmung holte: "Kapitän Arne Friedrich hat mir versichert, dass er sich über Favre kundig gemacht hat und zufrieden mit unserer Entscheidung ist."

© SID

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