Fußball Bundesliga
Hertha übernimmt Tabellenspitze

Hertha BSC Berlin hat Bayern München vorübergehend von der Spitze verdrängt. Die Hauptstädter siegten am 6. Spieltag 3:2 gegen Borussia Dortmund. Pantelic, Lucio und Okoronkwo trafen für Berlin, Petric (2) für den BVB.

Hertha BSC Berlin hat seinen Höhenflug fortgesetzt und mit dem dritten Sieg in Folge zumindest für eine Nacht die Tabellenführung in der Bundesliga übernommen. Das Team von Trainer Lucien Favre kam am sechsten Spieltag zu einem verdienten 3:2 (1:1)-Erfolg gegen Borussia Dortmund und verdrängte mit zwölf Punkten zunächst Rekordmeister Bayern München (11), der am Sonntag bei Aufsteiger Karlsruher SC spielt, von Platz eins. Zuletzt stand die Hertha am 1. Oktober 2006 an der Tabellenspitze. Es war der erste Berliner Sieg gegen die Westfalen vor eigenem Publikum seit über drei Jahren (6:2 am 8. Mai 2004).

Die Gäste, die ihrerseits den Sprung an die Spitze verpassten, konnten nicht an die gute Leistung aus der Vorwoche beim 3: 0-Heimsieg gegen Werder Bremen anknüpfen und kassierten nach zuvor drei Siegen in Serie die dritte Saisonniederlage. Die Tore für die Hertha erzielten Marko Pantelic mit seinem vierten Saisontor (43.), Neuzugang Lucio (54.), der erstmals traf, und Solomon Okoronkwo mit seinem dritten Treffer (76.) drei Minuten nach seiner Einwechslung. Mladen Petric (31.) hatte die Gäste in Führung gebracht und erzielte auch den Anschlusstreffer (88.).

Vor 52 237 Zuschauern im Berliner Olympiastadon erarbeiteten sich die Hausherren gegen die defensiven Dortmunder zunächst ein spielerisches Übergewicht im Mittelfeld. Das Tor von Petric, bei dessen Distanzschuss Hertha-Torwart Jaroslav Drobny nicht gut aussah, fiel daher überraschend.

BVB-Coach Thomas Doll musste kurzfristig auf Verteidiger Philipp Degen (Adduktorenbeschwerden) verzichten, konnte aber wieder auf Weidenfeller zurückgreifen. Der 27 Jahre alte Stammkeeper erhielt nach seiner abgesessenen Sperre den Vorzug vor Ersatzmann Marc Ziegler, obwohl dieser zuletzt dreimal in Folge zu Null gespielt hatte.

Weidenfeller bewies aber zunächst bei Schüssen von Mittelfeldspieler Ebert (1.) und Pantelic (29.), dass ihm die Einsatzpause nicht geschadet hatte. Beim ersten Gegentreffer war er machtlos.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel intensiver und die Zweikämpfe mit mehr Härte geführt. Beide Teams wurden offensiver. Folgerichtig fiel der Treffer von Außenspieler Lucio. In der 68. Minute hatten die Gäste Glück, dass Schiedsrichter Michael Kempter bei einem Foul von Dede an Pantelic im Strafraum nicht auf Elfmeter entschied.

© SID

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