Fußball Bundesliga
Hertha will auch wieder im Dunkeln strahlen

Seit zehn Partien hat Hertha BSC Berlin keinen Sieg mehr unter Flutlicht eingefahren. Gegner MSV Duisburg kommt auf den Schwingen eines Auswärtssieges in die Hauptstadt.

Hertha BSC Berlin leidet in der Bundesliga seit geraumer Zeit unter einer Flutlicht-Phobie. Seit zweieinhalb Jahren konnten die Hauptstädter in der Liga kein Abendspiel mehr gewinnen. Sieben Niederlagen und drei Unentschieden - so lautet die magere Bilanz der vergangenen zehn Flutlichtpartien. Heute (20.30 Uhr/live bei Premiere) soll die Misere gegen den MSV Duisburg endlich beendet werden.

"Ich verstehe diese Entwicklung auch nicht. Ich selbst habe immer gerne unter Flutlicht gespielt", sagte Herthas Manager Dieter Hoeneß. Ex-Profi Hoeneß bestritt 288 Bundesliga-Spiele und wurde mit Bayern München fünfmal deutscher Meister.

"Jede Serie reißt einmal. Auch diese", glaubt Trainer Lucien Favre an den zweiten Heimsieg in der Rückrunde nach dem glücklichen 1:0-Sieg in letzter Sekunde durch ein Tor des Brasilianers Raffael vor zwei Wochen gegen Arminia Bielefeld.

Aufbruchstimmung in der Hauptstadt

Nach sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen herrscht bei der Hertha Aufbruchstimmung. Der anvisierte einstellige Tabellenplatz ist wieder greifbar. "Es ist wichtig zu zeigen, dass die letzten Partien nicht nur ein Aufflackern waren", meint Hoeneß. Doch insbesondere bei Heimspielen gegen vermeintlich schwächere Mannschaften tat sich die Hertha zuletzt äußerst schwer: "Wir müssen mehr nach vorne tun, ohne Harakiri zu spielen", fordert Hoeneß.

In der Tat hat sich die zur Rückrunde neuformierte Hertha-Mannschaft stabilisiert. Der Serbe Gojko Kacar im zentralen Mittelfeld und der Tscheche Rudolf Skacel auf der linken Seite konnten die Erwartungen bislang erfüllen. Der Schweizer Fabian Lustenberger überzeugte als Balleroberer und kann sich Hoffnungen auf einen Einsatz von Beginn an machen. Patrick Ebert (Sprunggelenk) und Malik Fathi (Beckenprellung) sind fraglich.

Duisburg mit starkem Stürmer-Duo

"Kellerkind" Duisburg hat im Abstiegskampf nach dem 2:0-Erfolg bei Arminia Bielefeld wieder Morgenluft geschnuppert und könnte mit einem Sieg zumindest für einen Tag die Abstiegsplätze verlassen. "Wir müssen das bestätigen, was wir uns in Bielefeld erarbeitet haben", forderte Trainer Rudi Bommer.

Vor allem Neuzugang Claudiu Niculescu hat sich als echte Verstärkung erwiesen. Mit ihm und Manasseh Ishiaku haben die "Zebras" wieder zwei gefährliche Spitzen. "In der Offensive funktioniert es. Acht Tore in vier Spielen - das ist eine ganz starke Bilanz", sagt Sportdirektor Bruno Hübner. Knatsch gab es allerdings im Vorfeld des Spiels mit dem slowenischen Nationalstürmer Klemen Lavric. Dieser wurde vom Coach bis auf Weiteres suspendiert.

Der Ex-Stuttgarter Christian Tiffert fehlt wegen der fünften Gelben Karte, dafür wird Blagoy Georgiew von Beginn an mitwirken. Nicht mehr dabei ist Sorgenkind Ailton, der seinen Vertrag aufgelöst hat und sein neues sportliches Glück bei Metallurg Donezk in der Ukraine sucht.

© SID

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