Fußball Bundesliga
Hertha will im Derby gegen Energie aus der Krise

Ausgerechnet im heutigen Derby gegen Energie Cottbus (20.30 Uhr) zum Auftakt des 26. Spieltags will Hertha BSC Berlin aus der Krise. In den letzten fünf Partien gab es nur einen Punkt für das Team von Trainer Falko Götz.

Der 26. Spieltag wird heute mit dem Berlin-Brandenburg-Derby eröffnet: Hertha BSC Berlin sucht dabei den Weg aus der Krise, Energie Cottbus den Weg aus dem Tabellenkeller. Zuletzt tappten die Protagonisten dabei jeweils im Dunkeln. Heute (20.30 Uhr/live in arena) im Olympiastadion wird sich die Situation für einen der beiden Klubs weiter verschärfen.

Götz: "Muss mich hinterfragen"

Hertha benötigt nach nur einem Punkt aus den vergangenen fünf Partien dringend einen Sieg, um im Kampf um die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb nicht hoffnungslos ins Hintertreffen zu geraten. Trainer Falko Götz weiß, dass auch seine Position bei anhaltendem Misserfolg in Frage gestellt wird. "Ich bin der Hauptverantwortliche. Logisch, dass ich mich hinterfragen muss", sagte Götz.

In den vergangenen Wochen kam bei Hertha immer wieder die alte Leier auf, dass die Mannschaft zu wenig Teamgeist habe. Sogar Manager Dieter Hoeneß hatte dies nach dem Pokalaus in Stuttgart festgestellt. Dabei hatten die Verantwortlichen kurz vor Beginn der der Winterpause noch vom besten Zusammenhalt im Kader seit langem geschwärmt - anscheinend eine Fehleinschätzung von Götz und Hoeneß.

Die Diskussion wird nicht eher verstummen, bis Hertha wieder fleißig punktet. In dieser Woche wurde an allen Ecken und Kanten repariert. Einzelgespräche noch und nöcher und ein Kurz-Trainingslager in Sommerfeld sollen die Profis zurück in die Erfolgsspur leiten. Götz, der nur noch auf den verletzten Kapitän Arne Friedrich (Patellasehne) verzichten muss, ist sich jedenfalls sicher: "Die Spieler sind heiß."

Für Energies Trainer Petrik Sander sind die Rollen am Freitag zwar klar verteilt, dennoch rechnet er sich etwas aus. "Von der Qualität her ist Hertha uns eine Welt voraus, nur wir haben schon unter Beweis gestellt, dass wir gegen sie gewinnen können", sagte der 46-Jährige im Hinblick auf das Hinspiel, das Energie mit 2:0 für sich entschied.

"Dass die Herthaner Potenzial haben für mehr und höhere Ziele, betonen sie ja selbst immer. Deswegen wird es interessant, wie wir uns dagegen wehren können", sagte Sander. Man muss kein Hellseher sein, um vorauszusagen, dass Energie seinen Gastauftritt auf ein kompaktes Defensivverhalten stützen und mit schnellen Kontern zum Torerfolg kommen möchte, solange es der Spielverlauf zulässt.

Tremmel für Piplica

Mitverantwortlich dafür, dass Cottbus nicht frühzeitig seine Deckung öffnen muss, wird auch Gerhard Tremmel sein. Der frühere Berliner Reservetorwart drückt inzwischen bei Energie Cottbus die Ersatzbank. Doch wie es der Zufall will, hat sich Energies Stammkraft zwischen den Pfosten, Tomislav Piplica, beim 0:2 vergangene Woche gegen Alemannia Aachen eine Gehirnerschütterung zugezogen und fällt beim Derby aus. Tremmel rückt ausgerechnet an seiner alten Wirkungsstätte in den Mittelpunkt des Geschehens. "Ich hoffe, dass er seine Sache genauso gut macht wie im Training", sagte Sander.

Fraglich ist auch noch der Einsatz von Sergiu Radu. Der gemeinsam mit Vlad Munteanu beste Cottbuser Torschütze der Saison (je neun Treffer) ist. Der Rumäne erlitt eine Unterschenkelverletzung. Zwar blieben die Bänder verschont, doch die Schmerzen behindern Radu weiterhin.

© SID

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