Fußball Bundesliga
Hertha will keine Geschenke verteilen

Christoph Daum darf bei seinem 400. Bundesliga-Spiel als Trainer nicht auf Geschenke aus Berlin hoffen: Die Hertha will die drei Punkte im Heimspiel gegen den 1.FC Köln behalten.

Mehr als einen Strauß Blumen darf sich Christoph Daum heute nicht erhoffen. Wenn der Trainer des 1.FC Köln sein 400. Bundesliga-Spiel von der Seitenlinie erlebt, wird es bis auf eine kleine Geste keine Geschenke von Hertha BSC Berlin geben. Der Hauptstadt-Klub will schließlich seinen Höhenflug in der Bundesliga gegen den FC (20.30 Uhr/live bei Premiere) fortsetzen und nimmt dabei keine Rücksicht auf Jubiläen. "Wir werden versuchen, unser hohes Niveau zu halten", versprach Herthas Manager Dieter Hoeneß.

Zuletzt gewannen die Berliner zu Hause viermal in Folge und könnten durch einen Sieg auf Platz zwei der Tabelle vorrücken. Sollten zwei der drei restlichen Spiele gegen Köln, Schalke und Karlsruhe gewonnen werden, wäre die erfolgreichste Hinrunde der Bundesliga-Geschichte perfekt. "Wir müssen uns aufs Wesentliche konzentrieren und dürfen uns von der Statistik nicht blenden lassen", warnte Hoeneß.

Hoeneß wenig begeistert von Pantelic

Weiterhin für Wirbel sorgt Stürmer Marko Pantelic. Nachdem sein Berater gegen Herthas Coach Lucien Favre schwere Mobbing-Vorwürfe erhoben hatte, war schon vom endgültigen Bruch zwischen Spieler und Klub die Rede. "Das ist Quatsch. Ich hoffe, dass Herr Hoeneß uns zu einem Gespräch einlädt und Marko in Berlin bleiben kann", erklärte sein Berater Wolfgang Müllenbrock gegenüber dem sid. Hoeneß zeigte sich wenig erfreut: "Die Vorwürfe des Mobbings sind absurd. Ich hätte es nicht für möglich gehalten. Mit der Ruhe ist es jetzt vorbei."

Pantelic muss seine Hoffnungen auf eine Rückkehr in die Startelf wohl begraben. Konkurrent Andrej Woronin trainierte genauso wie der Brasilianer Cicero nach einer Erkältung am Donnerstag wieder mit. Beide werden nach zuletzt starken Leistungen wohl von Beginn an spielen. Auch Kapitän Arne Friedrich und Maximilian Nicu (beide Pferdekuss) können auflaufen.

Eine gewisse Anspannung

Kölns Trainer Christoph Daum blickt der Partie mit Sorgen entgegen. "Es ist eine gewisse Anspannung da", sagte Daum vor seinem Jubiläumsspiel. Nach zuletzt zwei Niederlagen ist sein Team auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt, auch wenn man mit 19 Punkten und Platz zehn im Soll ist. "Wir haben noch nichts Zählbares erreicht, sondern nur eine gute Ausgangsposition geschaffen", meinte Daum.

Sorgenkind der Kölner bleibt die Offensivabteilung. Außer Torjäger Milivoje Novakovic, der bislang acht Treffer erzielte, konnte sich kein Stürmer nachhaltig empfehlen. An Verstärkungen zur Winterpause ist zunächst nicht gedacht. "Die Transferperiode im Winter ist mit einem Risiko verbunden", sagte Daum. Gut möglich, dass Thomas Broich wieder eine Chance im offensiven Mittelfeld erhält.

Dauerthema Podolski

Sich mit einem Schlag aller Offensivsorgen zu entledigen - das könnte nach Meinung vieler Fans und einiger Offizieller des Klubs eine Rückholaktion von Nationalspieler Lukas Podolski ermöglichen. Man habe noch kein konkretes Angebot an die Bayern abgegeben, tue das aber, sobald ein klares Signal aus München komme, sagte FC-Präsident Wolfgang Overath auf der Jahreshauptversammlung. Podolski selbst goss Öl ins Feuer und erklärte, dass er die Bayern im Winter verlassen wolle.

© SID

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